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Bereits 48 Tote und noch 32 Vermisste auf Madeira

©EPA
Die Zahl der Unwetter-Toten auf der Ferieninsel Madeira ist auf 48 gestiegen.
Unwetter auf Madeira fordern dutzende Tote
Erdrutsch auf Madeira

Am Montag seien sechs weitere Leichen gefunden worden, berichteten Medien am Dienstag unter Berufung auf die Behörden in der Hauptstadt Funchal. In der jüngsten offiziellen Bilanz der laut Medien “schlimmsten Katastrophe in 100 Jahren” auf Madeira erhöhte sich außerdem die Zahl der Vermissten von vier auf 32.

Bei den Überschwemmungen und Erdrutschen vom Samstag starb den amtlichen Angaben zufolge auch eine Touristin aus Großbritannien. Die Frau sei von den Wassermassen mitgerissen worden und ertrunken, hieß es. Den anderen Tausenden Touristen, die sich zurzeit auf der portugiesischen Atlantik-Insel befinden geht es dagegen nach Beteuerung der Behörden “sehr gut”.

Laut der jüngsten amtlichen Bilanz gibt es auf Madeira 350 Obdachlose. 18 Verletzte würden in Krankenhäusern behandelt. Soldaten, Angehörige des Zivilschutzes und Freiwillige setzten unterdessen am Dienstag die Suche nach weiteren Leichen und verschütteten Überlebenden fort. Mehrere Opfer werden unter anderem im noch überfluteten Parkplatz eines Einkaufszentrums vermutet.

Nach Angaben der Regierung sind die meisten Straßen inzwischen wieder befahrbar. Die Telefonverbindungen sowie die Versorgung mit Strom und Wasser hätten sich weitgehend normalisiert. Nach drei Tagen mit relativ gutem Wetter gaben die Behörden allerdings ab Mittwoch “Alarm Orange” aus, weil sie weiteren Regen erwarteten.

Die portugiesische Regierung in Lissabon hatte am Montag eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Die Behörden in Funchal wollen hingegen so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergehen. Für die Wirtschaft Madeiras wäre es eine Katastrophe, wenn man den Notstand ausrufen würde, sagte der Regierungschef der autonomen Region, Alberto Joao Jardim. “Ich darf einen Markt, der für uns überlebenswichtig ist, doch nicht zerstören”, sagte der umstrittene Rechtspopulist in Anspielung auf den Tourismus. Er könne das traditionelle “Blumenfest” im April nicht abwarten.

Kritik von Umweltschützern, nach der Unregelmäßigkeiten im Bausektor für die Tragödie mitverantwortlich waren, wies Jardim als Verleumdung zurück. “Wir werden Bilder von Touristen verbreiten, die auf den Straßen in Funchal spazieren, um zu zeigen, dass die Lage nicht chaotisch ist”, sagte Tourismussekretärin Conceicao Estudante. Die Agentur Lusa berichtete jedoch, Hotels und Reiseagenturen hätten am Dienstag erste Buchungsstornierungen registriert.

Schwere Unwetter hatten am Samstag auf Madeira Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Die Wassermassen und Schlammlawinen rissen Menschen, Autos und Bäume mit. Brücken stürzten ein, viele Häuser und Straßen wurden zerstört. Die Sturmböen erreichten an manchen Orten Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern.

Das wegen seiner prächtigen Flora als “Blumeninsel” bekannte Madeira ist mit etwa 265.000 Einwohnern das größte Eiland des gleichnamigen Archipels. Dazu gehören noch die kleine Insel Porto Santo sowie drei unbewohnte kleinere Inseln. Jährlich besuchen etwa eine Million Touristen die Atlantikinsel, die knapp 900 Kilometer südwestlich von Lissabon liegt.

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