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Beratungen über Raststätte

Kommenden Mittwoch fällt die Gemeindevertretung einen Grundsatzbeschluss über die Nachnutzung.
Kommenden Mittwoch fällt die Gemeindevertretung einen Grundsatzbeschluss über die Nachnutzung. ©Andreas Boschi
Autobahnzollamt Hörbranz

Die Hörbranzer Gremien brüten über den Asfinag-Plänen.

Hörbranz. Nach jahrelangen, fruchtlosen Bemühungen geht es in der Frage der Nachnutzung des Autobahnzollamts plötzlich Schlag auf Schlag. Wie berichtet, kündigte die Asfinag vor kurzem Entwürfe zur Errichtung einer Raststätte mit Tankstelle auf dem riesigen Areal an. Vergangene Woche tagten nun die damit betrauten Gemeindegremien, um sich ein Bild von den verschiedenen Varianten zu machen, die von der Asfinag vorgelegt wurden. Aufgrund des vertraulichen Charakters der Sitzung konnten die Teilnehmer keine Details zu den Plänen nennen. Bürgermeister Karl Hehle (ÖVP) teilte im Anschluss lediglich mit, dass die Beratung vornehmlich der Vorbereitung der nächsten Gemeindevertretungssitzung am 9. Dezember gedient habe. Dort werde endgültig ein Grundsatzbeschluss über die Pläne der Asfinag gefällt. Von den Fraktionen seien “sehr kreative Vorschläge” gekommen, wie sich die Raststätte umsetzen ließe. In punkto Architektur werde beispielsweise über einen klassischen Vorarlberger Baustil als eine Art “heimische Visitenkarte” direkt an der Grenze nachgedacht.

Beidseitige Zufahrt?

Entgegen früherer Annahmen erklärte Gemeinderat Josef Siebmacher (FPÖ), dass neben einer quasi fixen Zufahrt aus Richtung Deutschland nun auch die Anbindung der anderen Fahrbahn im Raum stehe: “Es gibt nur einen Platz, der für die Raststätte in Frage kommt. Von Deutschland aus kommend handelt es sich dabei um die rechte Seite des Areals. Auf der linken Seite befindet sich nämlich der deutsche Zoll, der mit einem sehr langfristigen Mietvertrag ausgestattet ist und auch im Gebäude bleiben möchte. Die Zufahrt aus Richtung Deutschland ist lang genug und daher kein Problem. Die Frage ist, ob sich die Raststätte auch von der anderen Seite aus anfahren lässt. Man müsste nach dem Pfändertunnel abfahren und die Autobahn ähnlich wie bei Rosenberger in Hohenems irgendwo queren, um zur Raststätte zu gelangen. Es ist aber Sache der Asfinag, ob eine solche Variante wirtschaftlich tragbar ist oder nicht.” Apropos Hohenems: Für die Begründung, warum die Grafenstadt vor dreizehn Jahren das Rennen um die Raststätte machte, hat Siebmacher nur mehr ein Kopfschütteln übrig: “Als ein Grund wurde angegeben, dass rund 100 Kilometer vor der deutschen Grenze bereits eine Raststätte steht und die Distanz zu Hörbranz zu klein ist. Wenn die Asfinag tatsächlich bei uns baut, dann werden innerhalb von dreißig Kilometern zwei Raststätten sein. Die damalige Argumentation soll heute einer verstehen.”

Andreas Boschi

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