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Belgien beim WM-Comeback gegen Algerien unter Erfolgsdruck

Belgien-Trainer Wilmots zurückhaltend: "Man kann Erfahrung nicht kaufen".
Belgien-Trainer Wilmots zurückhaltend: "Man kann Erfahrung nicht kaufen". ©EPA
Belgien gilt als Geheimfavorit der Fußball-WM in Brasilien. Die "Roten Teufel" starten am Dienstag (18.00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte gegen Außenseiter Algerien ins Turnier. Es ist der erste WM-Auftritt der Belgier seit dem Achtelfinal-Aus 2002 gegen den späteren Weltmeister Brasilien. Die Fans des Teams von Erfolgscoach Marc Wilmots erwarten einen überzeugenden Sieg.
Belgien - Algerien ab 18 Uhr


Wilmots, der als Spieler von 1990 bis 2002 an vier WM-Endrunden in Serie teilnahm, stieg aber vor der Auftaktpartie auf die Euphoriebremse, auch wenn Belgien für die Buchmacher hinter Brasilien, Argentinien, Deutschland und Titelverteidiger Spanien Titelfavorit Nummer fünf ist. “Man kann Erfahrung nicht kaufen, wir müssen dafür kämpfen. Diese Generation muss bei dieser WM lernen, um für künftige Turniere zu profitieren”, betonte der 45-Jährige. Mit Ausnahme des 36-jährigen Abwehr-Routiniers Daniel van Buyten (WM-Teilnehmer von 2002) war keiner seiner Kader-Spieler bisher bei einer EM- oder WM-Endrunde dabei.

“Ich weiß deshalb nicht, wie meine Spieler mit dieser Situation umgehen werden. Ich weiß aber, dass wir über den entsprechenden Teamgeist verfügen, um bei dieser WM gut abzuschneiden, wenn sich alle für die Mannschaft aufopfern und ihr Bestes geben. Gegen Algerien wird es vor allem auf die Technik ankommen”, meinte Wilmots.

Ihm ist mit der souveränen WM-Qualifikation etwas gelungen, was die Politik bisher nicht geschafft hat: Belgier aus dem Niederländisch sprechenden Flandern, der französischsprachigen Wallonie, aus dem zweisprachigen Brüssel, mit oder ohne Migrationshintergrund und aus allen Schichten drücken seinem Team die Daumen.

Die WM-Euphorie um das Nationalteam hat sogar das belgische Wahrzeichen erfasst: Das Atomium in Brüssel erstrahlt in Schwarz-Gelb-Rot. “Etwa 600 Quadratmeter Klebefolie und 96 Stunden Arbeit hat es benötigt, die oberste Kugel des belgischsten aller Gebäude einzukleiden”, verriet Henri Simons, der Direktor des Atomiums.

Während der Achtelfinal-Aufstieg für Belgien das Minimalziel ist, wäre dieser für die vom bosnischen Trainer Vahid Halilhodzic betreuten Algerier eine historische Leistung. Denn bisher war für die “Wüstenfüchse” aus Nordafrika bei den WM-Teilnahmen 1982, 1986 und zuletzt 2010 immer bereits nach der Gruppenphase Schluss. “Belgien hat ein gutes Team, aber wir haben den Willen und die Fähigkeit, es zu schlagen”, betonte Verteidiger Essaid Belkalem selbstbewusst.

(APA)

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