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Beirut: Braut beim Posieren von Druckwelle erfasst

Eine Braut wurde in Beirut von der Explosion überrascht.
Eine Braut wurde in Beirut von der Explosion überrascht. ©APA/AFP, Youtube
Videos zeigen, wie eine Braut, die gerade für Hochzeitfotos posiert, nach der Explosion in Beirut von der Druckwelle erfasst von den Füßen gerissen wird.
Beirut nach der Explosion
Gewaltige Explosion am Hafen von Beirut
Explosion in Beirut
Beirut: Suche nach der Ursache

Medienberichten zufolge soll es sich bei der Braut um die Ärztin Israa Seblani handeln, die am Dienstag ihre Hochzeit in der libanesischen Hauptstadt feierte.

Zu Beginn lächelt die Braut in die Kamera - im Moment der Explosion schwenkt die Kamera zu ihren Füßen hinunter. Als sie von der Druckwelle erfasst wird, bläst sich ihr Kleid wurde auf, ihr Blumenstrauß wird weggeweht und die zuvor noch lächelnde Braut kann sich nicht mehr auf der Stelle halten. Seblani und ihr Mann versuchten sich nachher in Sicherheit zu bringen und wurden nicht verletzt.

Libanon will Klärung innerhalb von vier Tagen

Die libanesischen Behörden wollen innerhalb weniger Tage die Hintergründe der verheerenden Explosionen im Hafen von Beirut am Dienstag aufklären. Die eingesetzte Untersuchungskommission habe "maximal vier Tage Zeit, einen detaillierten Bericht über die Verantwortlichkeiten vorzulegen", sagte der libanesische Außenminister Charbel Wehbe am Donnerstag im französischen Radiosender Europe 1.

Die Verantwortlichen für dieses "schreckliche Verbrechen der Fahrlässigkeit" würden bestraft. Bei den zwei Explosionen am späten Dienstagnachmittag war nach Angaben der Behörden halb Beirut zerstört oder beschädigt worden. Mindestens 137 Menschen starben, Tausende wurden verletzt und Hunderttausende obdachlos. Nach Regierungsangaben waren 2.750 Tonnen ohne geeignete Vorsichtsmaßnahmen gelagertes Ammoniumnitrat explodiert, das vor Jahren beschlagnahmt worden war. Die Substanz kann für Düngemittel oder zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden.

"Sehr schwere Fahrlässigkeit, die seit sechs Jahren andauert"

US-Präsident Donald Trump hatte zunächst spekuliert, es habe sich um einen Anschlag gehandelt, relativierte diese Äußerungen aber später. Libanons Außenminister Wehbe ging nun von einem Unfall aus. "Vorläufige Berichte deuten darauf hin, dass eine falsche Handhabe von explosiven Produkten dahinter steckt", sagte er. "Eine sehr schwere Fahrlässigkeit, die seit sechs Jahren andauert."

Am Mittwoch hatte die libanesische Regierung den Hausarrest der Verantwortlichen für die Lagerung des Ammoniumnitrats gefordert. Ihnen werde der Prozess gemacht, versicherte Wehbe nun.

(VOL.AT)

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