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Beim "größten Kampf der Box-Geschichte" klingelt die Kasse

Mayweather (l.) erhält mindestens 160 Millionen Dollar.
Mayweather (l.) erhält mindestens 160 Millionen Dollar. ©AP
Es ist das bedeutendste Sportereignis in den USA seit der Super Bowl: Der Boxkampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao am Samstag in Las Vegas wird zum Kassenschlager. Einnahmen bis zu 400 Millionen Dollar sind möglich.

In Europa müssen die Boxfans entweder lange durchhalten, oder früh aufstehen. Nach Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) beginnt der Kampf nicht vor 5.30 Uhr am Sonntag Morgen.

Der Kampf in Zahlen

160 Millionen Dollar nimmt Floyd Mayweather mindestens mit dem Kampf ein. Mehr Geld als jemals zuvor ein Sportler in einem Jahr verdient hat.  Auf die Frage, was er sich für den Kampf wünsche, hatte “Money” Mayweather eine für ihn typische Antwort: “Leute, kauft euch Pay-per-View.”

100 Millionen Dollar wird Manny Pacquiao auf jeden Fall an Preisgeld mitnehmen.

99 Dollar kostet das TV-Ticket für die heimische Couch in den USA. Wer den Weltergewichtskampf sehen will, muss zahlt selbst vor dem Fernseher mehr als je zuvor.

150 Dollar Minimum kostet eines der 50.000 Tickets für die Liveübertragung des Kampfes in den MGM-Casinos in Las Vegas.

72 Millionen Dollar bringen die 16.500 Tickets für den eigentlichen Live-Kampf. Dabei waren überhaupt nur 500 Stück im freien Verkauf erhältlich.

1,6 Milliarden Dollar durch 28 Millionen Bezahl-Abos setzten beide Boxer mit ihren bisherigen Kämpfen um.

Mayweather oder Pacquiao?

Das große Geld mit Pay-per-View

Am Samstag klingeln für sie die Kassen, es wird eine Nacht der Rekorde. Viele davon hält Mayweather: den für die meistverkaufen Bezahl-Abos (2,5 Millionen), den für den größten Gewinn (152 Millionen) und auch den für das meiste Geld aus dem Ticketverkauf (20 Millionen). Dass nun alle diese Bestmarken pulverisiert werden, liegt daran, dass sich die beiden Riesen des Bezahl-Business – Showtime (Mayweather) und HBO (Pacquiao) – zum zweiten Mal in ihrer Geschichte auf eine Zusammenarbeit einigen konnten. Erstmals waren die Erzrivalen 2002 beim Duell zwischen Mike Tyson und Lennox Lewis übereingekommen.

“Der Kampf dauert hoffentlich länger als der Ticketverkauf”, schrieben daraufhin die “New York Daily News”. Die Arena-Tickets waren in nicht einmal einer Minute vergriffen.

Sponsoren-Gelder (11 Mio.), internationale Übertragungsrechte (35 Mio.) und Merchandising (1 Mio.) sind weitere Einnahmequellen. Hinzu kommen zehn Millionen Dollar durch die interne Ausstrahlung in den MGM-eigenen Casinos entlang des berühmten Las Vegas Strip.

Social Media bringt Boxern Rekord-Einnahmen

Als 2009 erstmals ein Mayweather-Pacquiao-Kampf in Aussicht stand, hätten die Einnahmen laut Pacquiao-Promoter Bob Arum “150 bis 165 Millionen Dollar” betragen. Durch den Aufschwung von Social Media sowie eine wiedererstarkte US-Wirtschaft ist nun mindestens das Doppelte möglich. Heute seien die Zahlen noch deutlich größer:  “Sie sind so groß, dass wir wohl bei rund 120 Millionen Dollar Einnahmen anfangen, ohne auch nur ein einziges Pay-per-View-Ticket verkauft zu haben”. Die größte Summe kommt aus dem Verkauf von Bezahl-Abos.

Ein Plausch unter Boxern beim Basketball

Der größte Kampf der Box-Geschichte hat eigentlich seinen Ursprung in einem lockeren Pausen-Plausch bei einem Basketball-Spiel in Miami. Mayweather und Pacquiao trafen einander im Februar bei einer Partie der Miami Heat, tauschten Telefonnummern aus und setzten ihr Gespräch in Pacquiaos Zimmer fort.

Der 38-jährige US-Amerikaner und sein 20 Monate jüngerer und immer bescheiden wirkender Widersacher von den Philippinen sind die Superstars ihrer Generation und ihrer Gewichtsklasse. Mayweather hat die WM-Gürtel nach WBC- und WBA-Version, Pacquiao ist WBO-Champion.

(APA/Red.)

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