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Bei Chemieunfall in Bosch-Werk mindestens 80 Menschen verletzt

Bei einem Chemieunfall in einer Werkshalle des Hausgeräte-Herstellers Bosch in Bamberg sind am Freitagmorgen mindestens 80 Menschen verletzt worden. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei führte die Rostschutzbehandlung von Metallteilen zu einer chemischen Reaktion.

Dabei wurden giftige Dämpfe freigesetzt. Die betroffenen Mitarbeiter klagten über Atembeschwerden und Übelkeit. Etliche von ihnen mussten in Kliniken behandelt werden. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Kurz nach 2.00 Uhr war während der Nachtschicht einem Arbeiter an einem Fließband schlecht geworden, wie die Bamberger Polizei berichtete. Nach und nach klagten zahlreiche weitere Mitarbeiter über Beschwerden. Die Produktion wurde eingestellt und mit der medizinischen Versorgung der Verletzten begonnen. Werksfeuerwehr, Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) und Polizei eilten mit Dutzenden von Helfern an den Unglücksort. Viele der mindestens 80 Verletzten wurden vor Ort behandelt, andere kamen nach den Polizeiangaben in umliegende Kliniken.

Die exakte Zusammensetzung der chemischen Reaktion war zunächst unbekannt. In der Produktionshalle werden Metallteile in ein Rostschutzbad gegeben und dann in Plastikfolien verpackt. Der Korrosionsschutz sei aus zunächst ungeklärter Ursache in der Nacht nicht ausreichend gewesen. Es habe daher Nachbehandlungen gegeben, erläuterte ein Polizeisprecher. Eine Gefährdung der Umwelt bestand den Angaben zufolge durch die Freisetzung der giftigen Dämpfe jedoch zu keinem Zeitpunkt. Der Betrieb in der Halle laufe seit 6.15 Uhr wieder planmäßig.

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