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Bei Bregenzer Festspielen wurde "geshoppt"

Bregenz - Die Obsession, etwas haben zu wollen, ist das Thema der Oper „The Shops“, die am Donnerstagabend im Rahmen der Reihe Kunst aus der Zeit (KAZ) bei den 62. Bregenzer Festspielen Premiere feierte.

Im Mittelpunkt steht das alltägliche Shoppen gleichermaßen wie das besessene Sammeln, das sogar zum Diebstahl führt. Die Aufführung der Londoner Opera Group zog das Premierenpublikum in ihren Bann und begeisterte. Lang anhaltender Applaus war die logische Folge.

Christoph Schmalhans (dargestellt von Darren Abrahams) ist ein Sammler. Seine Briefmarken allerdings stiehlt er mit tatkräftiger Unterstützung seiner Freundin Francesca Fein (Anna Dennis) in Museen. Als Belohnung für ihre Hilfe erhält Francesca anschließend stets ihren Lohn – den sie nach dem Motto „Kauf dir was Schönes!“ – sofort beim Shoppen ausgibt.

Als Christoph mit Hilfe eines pensionierten Journalisten (Paul Reeves) erwischt wird, bekommt er es im Arrest mit einem ebenfalls Briefmarken sammelnden Polizisten (Richard Burkhard) und einer Psychologin (Louise Mott) zu tun, die seine Obsession analysieren soll. Francesca informiert Christophs Mutter (Phyllis Cannan) über die Verhaftung ihres Sohnes, die daraufhin seine Sammlung kurzerhand die Toilette hinunterspült. Über den Verlust seiner Briefmarken in Kenntnis gesetzt, beschließt Christoph am Ende, von nun an leere Getränkedosen zu sammeln.

Die am 22. Juli in Birmingham uraufgeführte Oper wußte auf der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses voll zu überzeugen. Die Komposition von Edward Rushton (Libretto: Dagny Gioulami), bei deren Umsetzung durch das Opera Group-Ensemble die Klarinetten im wahrsten Sinne des Wortes den Ton angaben, präsentierte sich jederzeit stimmig und trieb die Handlung voran. Die sechs Darsteller überzeugten mit schauspielerischem und gesanglichem Können.

Die überaus witzige, mit viel Alltagsbezug erzählte Geschichte – auch die Selbsthilfegruppe „Konsum“ findet Platz in der Oper – wurde von John Fulljames unspektakulär, aber sehr eindrücklich inszeniert. Das Bühnenbild bestach durch seine Einfachheit und Wandelbarkeit: Es bestand einzig aus mehreren überdimensional großen Einkaufstaschen, die als Sitzgelegenheit ebenso dienten wie als Hausfassade.

„The Shops“ ist ein Auftragswerk der Opera Group und der Bregenzer Festspiele. In Bregenz steht noch eine zweite Aufführung am Samstag, 28. Juli, auf dem Programm.

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