Behördenstreit um rauchfreien Villacher Fasching

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Die Kärntner Faschingssaison beginnt im heurigen Jahr mit der durchaus ernsten Frage, ob bei Faschingssitzungen noch geraucht werden darf oder nicht. Um die berühmten Villacher Narrensitzungen ist am Mittwoch sogar ein Behördenstreit entbrannt.

Das Land Kärnten sieht keinen Spielraum – ihrer Vorstellung nach soll gänzliches Rauchverbot herrschen. Der Magistrat Villach hingegen hat dem blauen Dunst grünes Licht erteilt.

Die Villacher Faschingsgilde erklärte zwar zwei von 16 Sitzungen rauchfrei, berichtete der ORF-Kärnten am Mittwoch. Das soll aber laut Albert Kreiner, Leiter der Abteilung für Wirtschaftsrecht und Infrastruktur des Landes, nicht genügen, da das Villacher Kongresshaus ein öffentlich zugänglicher Ort sei und demnach bei allen 16 Sitzungen Rauchverbot herrschen müsse.

Demgegenüber steht das Argument der Stadt Villach, die der Auffassung ist, der Saal sei ein gastronomischer Nebenraum. Also könne ganz legal der Nikotinsucht gefrönt werden. Die Begründung der Villacher Organisatoren, dass Faschingssitzungen Gasthaus-Charakter hätten, lässt Kreiner allerdings nicht gelten.

Das neue Tabakgesetz sieht für Wirte, die einen Antrag für einen Umbau gestellt haben, eine Schonfrist bis 2010 vor, die natürlich ausgenutzt wird. Die Vorschrift für Versammlungen in öffentlichen Räumen ist konkreter – dort herrscht striktes Rauchverbot und dies betrifft heuer erstmals auch Faschingssitzungen.

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