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Behörden in Kolumbien entdecken Massengrab

Behörden in Kolumbien entdecken Massengrab
Behörden in Kolumbien entdecken Massengrab ©Screenshot Reuters
In dem Gebiet in der Nähe der Stadt Medellin werden die Überreste von Menschen vermutet, die während des jahrzehntelangen Bürgerkrieges verschwunden waren.

In den Hügeln am Rande der kolumbianischen Stadt Medellin laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In dem Gebiet in der Nähe eines Armenviertels der zweitgrößten Stadt Kolumbiens soll ein Expertenteam der Regierung nach Leichen suchen. Es werden die Überreste von Menschen vermutet, die während des jahrzehntelangen Bürgerkrieges verschwunden waren.

“größte Massengrab in einem Stadtgebiet, dass es auf der Welt gibt”

Die Behörden vermuten hier viele Leichen, sagt Jorge Mejia vom Büro des Bürgermeisters: “Was die Größe des Gebietes und die Anzahl der Menschen angeht, die hier möglicherweise begraben sind, so glauben wir, dass es in Kolumbien und in der Welt nichts Vergleichbares gibt. Wir gehen davon aus, dass es das größte Massengrab in einem Stadtgebiet ist, dass es auf der Welt gibt.”

Die Grabungsarbeiten der Behörden sollen rund fünf Monate dauern. Zuvor hatte es Hinweise von früheren Rebellen-Führern und Kämpfern gegeben.

Luz Elena Galeano, deren Mann im Jahr 2008 von Rebellen entführt worden war und bis jetzt verschwunden ist, hofft, dass auch sie durch die Ausgrabung Gewissheit bekommen wird. “Bis heute haben wir keine Unterstützung vom Staat bekommen. Dabei haben wir in den vergangenen 13 Jahren immer wieder auf die Verbrechen hingewiesen.”

Während des Bürgerkrieges in Kolumbien hatten paramilitärische Gruppen, linke Rebellen und kolumbianische Streitkräfte gegeneinander gekämpft. In mehr als 50 Jahren wurden dabei mehrere Hunderttausend Menschen getötet. Seit 2012 laufen Friedensgespräche zwischen den FARC-Rebellen und der kolumbianischen Regierung.

(Reuters)

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