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Begeistert wie am ersten Tag

Schwarzach - Heinrich Olsen erlebt die Arbeit mit Behinderten als Bereicherung für sein Leben. Special- Olympics-Veranstaltung im Ländle.

So etwas geht nicht ab ohne den mittelgroßen Blonden mit dem Vollbart, der seit 25 Jahren im Zusammenhang mit Aktivitäten für behinderte Menschen an vorderster Front steht. Heinrich Olsen, gebürtiger Däne mit Wohnsitz Schwarzenberg, hat es geschafft, die Special Olympics Football Week in seinen Heimatort zu bringen. „Ein tolles Event und der Beweis dafür, wie groß der Beitrag von Menschen mit Behinderung für unsere Gesellschaft ist.“

Tolle Erlebnisse

Heinrich Olsen hat sich die Begeisterung für seine Arbeit auch nach 25 Jahren Tätigkeit bei der Werkstätte für Menschen mit Behinderung unter dem Dach der Caritas bewahrt. „Es ist für mich noch wie am ersten Tag. Nach wie vor bin ich beeindruckt von der Spontanität, der Liebenswürdigkeit, der speziellen Art, Dinge anzugehen, die ich von diesen Menschen erfahre.“ Während seiner Jugend habe er in Dänemark große Toleranz gegenüber Behinderten erlebt. „Als mich mein Berufsweg schließlich in den sozialen Bereich führte, empfand ich die Arbeit mit diesen Menschen für mich als genau das Richtige.“ Unvergessliche Momente habe er erleben dürfen. „Wenn du in ein Stadion mit 85.000 Zuschauern einläufst, berühmte Menschen wie Arnold Schwarzenegger kennenlernst, dann ist das schon etwas Besonderes.“

Viel getan

Der Fußballfan Olsen sieht speziell die „wichtigste Nebensache der Welt“ als ideales Instrument für Integration. „Wir spielen bei der Football-Week ja stets mit Nicht-Behinderten. Da ergeben sich dann Gemeinschaften, wo nicht mehr zwischen zwei Gruppen von Menschen unterschieden wird.“

Der 52-Jährige, der mit seiner langen Mähne aussieht wie ein Flower-Power-Relikt, bezeichnet Vorarlberg in Bezug auf Behinderten-Integration als Vorreiter. „Es hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten wirklich viel getan. Riesenschritte in Richtung einer selbstverständlichen Akzeptanz.“

Der EM-Plan

Freilich, so lässt Olsen jedoch keinen Zweifel, dürfe man nie ruhen und müsse sich stetig für weitere Verbesserungen einsetzen. Mit der European Special Olympics Football Week in Schwarzenberg (diese Veranstaltung wird zeitgleich in allen anderen Bundesländern auch abgehalten) wurde ein Meilenstein gesetzt. Auf einen noch viel größeren Meilenstein hofft der dreifache Familienvater für nächstes Jahr: „Wir sind in Verhandlungen über eine Art Fußball-Europameisterschaft mit behinderten Menschen in

Vorarlberg. Vor der richtigen EM. Das wäre doch was ganz Tolles!“

ZUR PERSON

Geboren: 8. 12. 1954

  • Wohnhaft: Schwarzenberg
  • Beruf: Sozialmanager
  • Familie: Verheiratet, drei Kinder
  • Hobbys: Sport, Lesen, Reisen
  • Lieblingsspeise: Smörrebrot
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