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Bedrohte Igel: Annelies Dalpez über Mähroboter und andere Gefahren

Seit mehr als 37 Jahre kümmert sich Annelies Dalpez bereits um verletzte oder verwaiste Igel. Sie weiß genau, wie schwierig es diese kleinen Tiere in der heutigen Zeit haben. Besonders Mähroboter stellen ein große Gefahr dar.
"Stachelige" Freunde
Igelpension von Annelies Dalpez

Annelies Dalpez ist bekannt als die Igel-Mama in Vorarlberg. Jedes Jahr rettet sie rund 500 Igeln das Leben. Den einen hilft sie den Winter zu überstehen, die anderen zieht sie im Sommer mit der Flasche groß.

17 verwaiste Igelbabies

Aktuell kümmert sich Annelies um 17 kleine Igelbabies. Alle haben ihre Mutter in Folge einer Verletzung mit einem Mähroboter verloren. Laut der Igelmama kann solche eine Verletzung unglaublich grausame Folgen haben. Denn im Sommer legen Fliegen ihre Eier in die Wunden der Igel. Innerhalb weniger Tage werden aus den Eiern Würmer, welche den Igel bei lebendigem Leib auffressen.

©VOL.AT

Verletzungen verhindert

Dabei könnte man die Igel ganz einfach schützen. Zum einen könnte man in einem akuten Fall einen Igel vor dem Mähroboter schützen, indem man die Maschine mit einem Gegenstand blockiert oder abdeckt. Im Garten ist eventuell ein Planschbecken, ein Topf oder eine Wanne zur Hand. So wäre der Igel davor sicher vom Roboter überfahren zu werden.

Zum anderen wäre viel damit getan den Roboter einfach nur tagsüber laufen zu lassen. Auch so würde man die nachtaktiven Igel schützen.

©VOL.AT

Auch Igel-Nahrung geht verloren

Denn nicht nur die Igel werden durch diese Maschine verletzt, auch seine natürliche Nahrung wird von den Mährobotern zerstört. Auch deshalb würden bereits Kleinigkeiten den Igeln ihr Leben deutlich erleichtern. Sei es lediglich durch eine kleine Wasserschüssel im Garten, die die kleinen Nager besonders in den heißen Sommermonaten zu schätzen wissen. Ein hungriger Igel bedient sich auch gerne an Katzenfutter, das man den Tieren durchaus im Garten bereitlegen kann.

Wer mehr tun möchte, kann im eigenn Garten ein paar Sträucher oder Hecken nicht ganz perfekt zurückschneiden, die dem Igel dann einen gut geeigneten Unterschlupf bieten. Der Igel zeigt sich dann als Schädlingsbekämpfer erkenntlich, fressen die Tiere doch bevorzugt Schnecken, Spinnen, Würmer und Insekten.

Igelbabys müssen von Hand gefüttert werden. ©VOL.AT

Spenden für die Igel-Mama

Annelies Dalpez betreibt die Igelstation ehrenamtlich. So ist die mittlerweile 80-Jährige auch auf Spenden angewiesen. Denn den Großteil der Kosten für Futter und Medikamente zahlt die Rentnerin aus eigener Kasse.

Aus diesem Grund hat Annelies auch einen Flohmarkt auf die Beine gestellt. Am Samstag und Sonntag findet in der Illstraße 30 dieser Flohmarkt zu Gunsten der Igelstation statt. Wenn Sie die Igelstation anders unterstützen möchten, dann können Sie sich direkt bei der Igel-Mama melden. Annelies Dalpez ist für jede Unterstützung dankbar.

Auf der Homepage der Igelstation gibt es ein Kontaktformular sowie Kontaktdaten.

(VOL.AT)

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