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Bedingungslos im Einsatz

©Stemer
34 Vorarlberger arbeiten derzeit wie Manfred Marent in der Mission.

Der Oktober ist der Monat der Weltmission. Rund um den Erdball spenden Christen für die 1100 ärmsten Diözesen der Welt. 2009 kamen in Vorarlberg 235.000 Euro zusammen. Dass Missionseinsatz noch immer Not tut, beweisen Lebensgeschichten wie jene von Manfred Marent. Im Sommer verlieh der Landeshauptmann dem Schrunser Kapuzinerpater das silberne Ehrenzeichen des Landes. Marent arbeitet seit 50 Jahren als Entwicklungshelfer im Inselstaat Madagaskar.

Bettelarmes Inselparadies

Sonne, Strand, Palmen – allein der Klang des Namens weckt Sehnsüchte. Dabei ist die viertgrößte Insel der Welt vor der Ostküste Afrikas bettelarm. Im 17. Jahrhundert Umschlagplatz im Sklavenhandel, vom 18. zum 19. Jahrhundert Piratennest, wurde Madagaskar später französische Kolonie und 1960 in die Unabhängigkeit entlassen. Immer wieder erschüttern Unruhen den Inselstaat. Erst im Frühjahr 2009 riss Andry Rajoelina, Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo, die Macht an sich und regiert seither unter international diplomatischen Sanktionen.

Beschwerliche Anfänge

Hier also arbeitet Marent, seit die Republik unabhängig wurde. In wenigen Tagen wird er 80 Jahre alt. Aber sein Einsatzwille ist ungebrochen. So hart die Anfänge sich auch gestaltet haben: Während er Antsakabary, eine der abgelegensten Stationen der Diözese Ambanja, leitete, wurde er, wie er selber sagt, „fast zum Einheimischen“. Um alle Dörfer zu erreichen, musste er unter großen Gefahren ­beschwerliche Märsche zurücklegen. Heute ist Marent, der 2004 sein goldenes ­Priesterjubiläum (50 Jahre) gefeiert hat, Guardian (Leiter) im Provinzialat „St. Fidèle“ in der Hauptstadt Antananarivo.

Helfer und Forscher

Insbesondere im Ausbildungs- und Gesundheitswesen, aber auch in der Landwirtschaft konnte durch Marents tatkräftigen Einsatz viel bewegt werden. Mehrere Schulen gehen auf seine Initiative zurück. In den vielen Jahren auf Madagaskar hat der Missionar die verschiedenen Volksgruppen gut kennengelernt. Über die viertgrößte Gruppe, die Tsimihety, verfasste Marent mehrere Berichte sowie ein Buch. Die Tsimihety – „die sich nie die Haare schneiden“ – leben im zentralen Norden als Viehzüchter und Reisbauern und haben einen Anteil von zwölf Prozent an der madagassischen Bevölkerung. So wurde der Missionar wie viele seiner Kollegen zum Ethnologen. Sein Buch mit dem Titel „Fomban-dRazana Tsimihety“ mit 800 erklärenden Anmerkungen gilt als Standardwerk über ein Volk, das zuvor kaum Beachtung fand.

zur Person

Pater Manfred Marent Der Schrunser Missionar ist Entwicklungshelfer in Madagaskar. Geboren: 22. 10. 1930 in Schruns Ausbildung: Kapuziner-Noviziat in Innsbruck, Priesterweihe 1954 Laufbahn: 1960 wurde Marent auf eigenen Wunsch nach Madagaskar entsandt, wo er seit 50 Jahren wirkt.

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