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Becker: Zwei Jahren Haft auf Bewährung

Im Münchner Prozess um Steuerhinterziehung ist der frühere Tennisstar Becker am Donnerstag vom Landgericht München zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Außerdem muss der Ex-Tennisstar insgesamt 500.000 Euro zahlen.

Das Gericht verurteilte ihn am Donnerstag zu einer Geldstrafe von 300.000 Euro, außerdem soll Becker 200.000 Euro Geldbuße als Bewährungsauflage an verschiedene karitative Einrichtungen zahlen. Das Urteil kann beim Bundesgerichtshof angefochten werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch nach der überraschend schnell beendeten Beweisaufnahme dreieinhalb Jahre Haft für den 34-Jährigen gefordert. Angesichts der 1991 bis 1993 hinterzogenen Steuer im Volumen von umgerechnet rund 1,7 Millionen Euro sei eine harte Strafe nötig, hatte der Vertreter der Anklage erklärt.

Die Verteidigung hatte diese Forderung als unangemessen kritisiert. Die beiden Verteidiger hatten dafür plädiert, allenfalls eine Haftstrafe auf Bewährung zu verhängen, die damit maximal zwei Jahre betragen könnte.

Die Münchener Steuerfahndung hatte in jahrelangen Ermittlungen herausgefunden, dass Becker in dieser Zeit seinen offiziellen Wohnsitz zwar in dem Steuerparadies Monaco gehabt, aber überwiegend im Münchner Nobelstadtteil Bogenhausen gelebt habe. Der 34-Jährige hat dem Finanzamt inzwischen drei Millionen Euro Steuern nachgezahlt.

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