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Beamten-Demo in Wien: 40.000 fordern mehr Lohn

"Zieht's euch warm an", so Neugebauer und 40.000 Beamte in Richtung Regierung.
"Zieht's euch warm an", so Neugebauer und 40.000 Beamte in Richtung Regierung. ©APA
Wien. 40.000 Beamte (laut Polizei und Gewerkschaft) haben am Mittwochnachmittag am Ballhausplatz gegen die stockenden Gehaltsverhandlungen demonstriert.
40.000 Beamte demonstieren in Wien

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) Fritz Neugebauer richtete der Regierung bei der Kundgebung aus: “Es wäre gescheit, ihr zieht’s euch warm an!”

Großes Verkehrschaos blieb aus

Mit 228 Bussen waren Beamte aus ganz Österreich für die Großdemonstration angereist. Die auf dem Ring geparkten Fahrzeuge lösten eine Sperre der zentralen Wiener Verkehrsader aus, das ganz große Verkehrschaos blieb allerdings aus.

“Wen das nicht beeindruckt, der hat kein Herz”, meinte Neugebauer auf die Frage, ob er glaube, dass die Regierung sich von der Demonstration beeindruckt zeigen werde. Als er den Beschluss des Lehrerdienstrechts gegen den Willen der Gewerkschaft kritisierte, stimmten ihm die Teilnehmer mit besonders lauten Pfiffen und Buh-Rufen zu.

Vermeidung des Worts “Streik”

Für “sinnvolle Reformen stehen wir zur Verfügung”, aber: “Reform ist heute eine Drohung geworden”, man würde sich inzwischen dabei als erstes besorgt an die Brieftasche greifen, meinte Neugebauer. Er wolle bald wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, mit Streik wurde nicht gedroht.

Beamte wollen Inflation abgegolten haben

Die Regierung hatte den Beamten eine Gehaltsanpassung um 1,7 Prozent angeboten, diese verlangen nach der Nulllohnrunde 2012 aber eine Abgeltung der Inflation von 2,3 Prozent. “Wir wollen, dass sich die Wertschätzung auch am Lohnzettel wiederfindet”, forderte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) Christian Meidlinger und kündigte an, man werde in “den nächsten Tagen und Wochen” dafür kämpfen.

Bevor die beiden Gewerkschaftschefs die große Bühne vor dem Bundeskanzleramt betraten, forderten Betroffene stellvertretend für ihre Berufsgruppen höhere Gehälter ein, darunter eine Polizistin, eine Kindergartenassistentin und eine Schulwartin. Auf den Transparenten der Demonstranten waren etwa die Slogans “Weniger Geld für die Banken – mehr Geld für uns!” oder “Faire Sozialpartnerschaft einhalten!” zu lesen. Eine Gruppe von Teilnehmern sang: “Das ist Wahnsinn, ihr könnt doch nicht mit uns spielen!” (red/APA)

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