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BAWAG-Rolle beim Atomic-Konkurs

Der Banken-Untersuchungsausschuss wird sich am Montag zum ersten Mal schwerpunktmäßig mit dem Konkurs der Skifabrik Atomic und der Rolle der BAWAG befassen.

Durchleuchtet wird dabei vor allem die damalige Führungsrige der Gewerkschaftsbank rund um die beiden Generaldirektoren Flöttl und Elsner. Vor allem die FPÖ, aber auch die Grünen und die ÖVP haben sich dafür eingesetzt.

Der im Herbst 1994 auf Drängen der Hausbank BAWAG über den Skihersteller Atomic eröffnete Konkurs war nach Angaben der Eigentümerfamilie Rohrmoser ungerechtfertigt, die später ermittelte Konkursquote lag bei über 90 Prozent. Atomic-Gründer Alois Rohrmoser hatte eine Sachverhaltsdarstellung bei der Kriminalabteilung Salzburg eingebracht, die Ermittlungen wurden später eingestellt.

Überweisungen im Umfeld des Konkurses an eine irische Gesellschaft sollen nun untersucht werden. Über dieselbe Adresse sollen 1994 von Wolfgang Flöttl jun. jene Karibikgeschäfte abgewickelt worden sein, die letztlich zur BAWAG-Affäre führten. Die BAWAG bestreitet eine derartige Querverbindung damals wie heute.

Neben dem ehemaligen Atomic-Finanzchef Walter Ilgner ist auch der damalige Innenminister Schlögl geladen. Bei ihm soll Elsner im Gefolge der Atomic-Pleite interveniert haben, um Ermittlungen der Polizei zum Insolvenzverfahren zu stoppen. Elsner soll sich mehrfach an Schlögl gewandt haben, dieser habe ihn aber „vor Zeugen rausgeschmissen“, wie Schlögl erklärte.

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