"Bauliche Mängel" - KHBG wehrt sich gegen Kritik an Kinder- und Jugendpsychiatrie

KHBG-Geschäftsführer Gerald Fleisch.
KHBG-Geschäftsführer Gerald Fleisch. ©Oliver Lerch
Am Mittwoch wiesen sowohl SPÖ als auch FPÖ auf Mängel in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Vorarlberg hin. In einer Stellungnahme verteidigt die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) die derzeitige Unterbringung und verweist auf geplante Änderungen.
Kinder- und Jugendpsychiatrie
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SPÖ und FPÖ bemängeln Kinderpsychiatrie

Ende Februar präsentierte die KHBG am LKH Rankweil den Masterplan zur Zukunft des LKH Rankweil. Ein wesentlicher Teil davon ist, wie die KHBG in einer Aussendung schreibt, die Zusammenführung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in einem Neubau, ebenso neu gebaut wird für die Erwachsenenpsychiatrie. Die erste Bauphase am LKH Rankweil belaufe sich auf 48 Mio. Euro.

“Volle Unterstützung seitens des Landes”

Die Kritik der SPÖ und FPÖ kann die Krankenhausbetriebsgesellschaft offenbar nicht nachvollziehen. “Die derzeitige kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung findet sogar österreichweite Anerkennung. Das Land unterstützt die Kinder- und Jugendpsychiatrie in vollem Umfang und hat von Anfang an die Entwicklung des Faches im Sinne der guten Versorgung und mit hohem Maß an Verantwortungsbewusstsein vorangetrieben”, so die KHBG. Es seien 3,5 Mio Euro in die Adaptierung des Marianums und des Herz-Jesuheim in Rankweil investiert worden, um den betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie den Mitarbeitern ein gutes Umfeld zu schaffen.

Die Versorgung soll bis zur geplanten Zusammenführung an drei Standorten stattfinden: Am LKH Rankweil sind die Station für Jugendpsychiatrie, die Notfallstation für Kinder sowie die Notfallstation für Jugendliche und eine Tagesklinik situiert. Im adaptierten ehemaligen Herz-Jesu-Heim ist die Station für Kinderpsychiatrie untergebracht. Im Marianum direkt neben dem LKH Bregenz gibt es das Angebot einer Tagesklinik, das dort bestehen bleiben wird. Die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie des LKH Rankweil sei derzeit mit ausreichenden Kapazitäten ausgestattet und die betroffenen Patienten seien selbstverständlich in ordentlich sanierten Gebäuden untergebracht, wehrt sich die KHBG gegen die Vorwürfe der Parteien.

Einladung zum persönlichen Lokalaugenschein

“Die SPÖ ist massiv fehlinformiert. Ganz im Gegenteil: Vorarlberg verfügt als eines der wenigen Bundesländer Österreichs über eine umfassende Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Sinne der Vorgaben des Österreichischen Strukturplan Gesundheit”, so Gerald Fleisch, Geschäftsführer der Krankenhausbetriebsgesellschaft. “Wir laden die SPÖ herzlich ein, sämtliche kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen zu besichtigen und sich ein realistisches Bild zur Situation zu machen. Das politische Schlechtreden gefährdet die Personalrekrutierung und somit auch die Versorgung von Kindern und Jugendlichen.”

(Red.)

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