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Battle Royale als bunter Party-Game-Hit: „Fall Guys“ im Test

©Ländle Gamer
„Takeshi‘s Castle“ lässt grüßen: Als Neon-Knubbel stolpert man in urkomischen Disziplinen zum Sieg über Dutzende Kontrahenten.

(PC & PS4) „Fall Guys: Ultimate Knockout“ ist zweifellos der Überraschungs-Game-Hit des bisherigen Jahres. Das Geheimnis ist die unkonventionelle und gewaltfreie Interpretation des „Battle Royale“-Prinzips, wo von vielen, vielen MitspielerInnen nur eine/r gewinnen kann. Statt in einem militärischen Überlebensszenario findet man sich hier in einer skurrilen Game-Show wieder. Als knubbeliges Neon-Männlein (oder Weiblein?) absolviert man eine Serie von zufällig ausgewählten Mini-Games – allesamt aus den Kategorien Wettrennen, Überleben und Teamsport. Von anfangs 60 Kandidaten reduziert sich das Feld per KO-System immer weiter, bis nur eine/r übrig bleibt. Ist man zu langsam, erfüllt man das Ziel nicht oder stürzt zu schnell ins Verderben, scheidet man aus.

Die Steuerung der Spielfigur ist einfach, wenn auch nicht ganz präzise: Man kann rennen, springen (plus Schwalbenflug samt Bauchlandung) und greifen (heißt: klettern). Das war's. Dank (freispielbarer) kosmetischer Items lässt sich die eigene Figur fast schon grotesk individualisieren: Mit lächerlichen Masken, Hüten und vielem mehr beleidigt man das Auge der Mitstreitenden.

Gut zwei Dutzend verschiedene Mini-Games sind derzeit verfügbar, direkt anwählen kann man sie aber leider noch nicht. Die Aufgaben sind mannigfaltig: Man rennt beispielsweise auf einen Hügel und muss riesigem Obst ausweichen, sich auf drehenden Zylindern möglichst lange halten oder in einer Arena Eier klauen. Viele der Levels machen extrem viel Spaß, die meisten halten gut bei Laune und nur einzelne sind etwas zäh. Während man üblicherweise einen Alleingang liefert, sind einige wenige Segmente auf Teamwork ausgelegt. Das klappt allerdings nur selten wirklich gut, was wesentlich an der (mangelnden) Bereitschaft/Fähigkeit der Teamkameraden hängt. Leider gibt’s noch keine richtigen Koop-Modi und lokalen Multiplayer sucht man auch vergebens. Der Entwickler Mediatonic hat diesbezüglich bereits Nachbesserungen in Aussicht gestellt.

Fazit

Der „Ultimate Knockout“ macht seinem Namen alle Ehre, die derzeit verfügbaren Level bieten angenehm gewaltfreie, dafür humorvolle Action für Jung und Alt. Bei dem bunten Treiben auf der Spielfläche mit 60 hüpfenden Blobs bleibt nur selten ein Auge trocken. Beim Spaßfaktor ist noch etwas Luft nach oben, da wird wohl in nächster Zeit per Update noch mehr nachgelegt. Aber es gilt jetzt schon: Egal ob man gewinnt oder (wie meistens) verliert – gelacht wird bei „Fall Guys“ fast immer!

(VOL.AT)

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