Bartenstein kritisiert Biosprit-Beimischung

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Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) wurden bei der verpflichtenden Biosprit-Beimischung "viele Fragen vernachlässigt". "Man war zu eingleisig unterwegs", sagte er am Rande eines Treffens mit Ressortkollegen in Brüssel.

Beimischungsziele, wie den Plan der EU, bis 2020 in allen Mitgliedstaaten 10 Prozent Biosprit-Anteil zu erreichen, stelle er nicht in Frage, man brauche aber „mehr Zahlen“.

Nach Ansicht von Bartenstein muss „außer Streit gestellt werden“, dass die Landwirtschaft in erster Linie für die Nahrungsmittelproduktion zuständig ist, dann für die Futtermittelerzeugung und nur das verbleibende Potenzial für die Energieerzeugung genützt werden könnte.

Kritisch äußerte sich der Wirtschaftsminister auch zum Import von Biodiesel und Bioethanol. Damit sei das Argument der höheren Versorgungssicherheit, das generell bei den nachwachsenden Rohstoffen ins Treffen geführt wird, nicht mehr zu halten.

Österreich importiert derzeit mehr als zwei Drittel des Biodiesels. Bioethanol, das am Montag verpflichtend mit 4,4 Prozent Benzin beigemischt wird, wird derzeit fast vollständig aus Ungarn eingeführt.

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