Barrierefreier Weg zu Maria Schnee

Gaschurns Sehenswürdigkeiten - wie die Kapelle Maria Schnee - sollen für jeden zugänglich sein.
Gaschurns Sehenswürdigkeiten - wie die Kapelle Maria Schnee - sollen für jeden zugänglich sein. ©Gemeinde Gaschurn

Der Zugangsweg zur Kapelle Maria Schnee in Gaschurn ist derzeit in Arbeit. “Die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs sind Profis, wenn es um die Verbesserung von Weganlagen geht”, wissen die Gaschurner aus Erfahrung. “Uns ist es wichtig, dass die Sehenswürdigkeiten der Gemeinde für jeden zugänglich sind”, unterstreicht der Bürgermeister von Gaschurn, Martin Netzer. Im Zuge der Sanierung des Abwasserkanals wurde bereits der vorbeiführende Illweg stufenlos – also auch kinderwagengerecht – ausgeführt und wird jetzt mit Natriumdampflampen beleuchtet. Seither wird der Weg vermehrt als sicherer Schulweg genutzt.

Zur Kapelle Maria Schnee: Der kleine Sakralbau befindet sich unweit der Pfarrkirche von Gaschurn, nur fünf Gehminuten entfernt. Das “Kilkli” liegt auf dem sogenannten Bühel in weithin sichtbarer, anmutiger Lage. Im Jahr 1637 wurde die Kapelle von Lukas Tschofen dem Alten, einer legendären und sagenumwobenen Gestalt des Montafons, und seiner Frau Anna Clawothin gestiftet. Zur selben Zeit wurde sie mit dem kleinen Altar und dem umliegenden kleinen Friedhof vom Churer Bischof Johann VI. am 31. Dezember 1639 geweiht: zu Ehren der heiligsten Dreifaltigkeit und der Jungfrau Maria. Die Kapelle beherbergt ein Maria-Hilf-Bild, eine Kopie nach einem Gnadenbild von Lucas Cranach dem Älteren. Maria Schnee ist ein beliebter Marienwallfahrtsort geworden. Der Weihefesttag ist der 5. August “Maria Schnee”. Der Bischof gewährte am Weihetag einen Ablass von 365 Tagen und an den Weihejahrtagen 40 Tage. Der Stifter Lukas Tschofen verpflichtete sich auf Lebzeit, die Kapelle und ihre Zier zu erhalten. Überdies hatte Tschofen den Priester, der mit der Gemeinde die Gottesdienste feierte, selbst zu entlohnen. Er stiftete gleichzeitig noch ein Kapital von 240 Gulden, damit der laufende Zins davon der Kapelle zu Gute komme. Tschofen gab weiters den Auftrag, dass in den Quatemberwochen viermal ein Gottesdienst gefeiert werden müsse und überdies der Mesner (“Messmer”) von Gaschurn jeden Samstag das Glöcklein der Kapelle Maria Schnee eine gute Weile für die abgeschiedenen Seelen zu läuten habe. So auch bei den monatlichen Umgängen der Rosenkranzbruderschaft.

Wie schon erwähnt, wird der katholische Gedenktag “Maria Schnee” bzw. “Mariae Schnee” am 5. August gefeiert. Damit wird an die Weihe der römischen Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore im Jahr 432 erinnert. Laut der Legende sei sie auf dem Esquilin nach einem „Schneewunder“ am Morgen des 5. August unter Papst Liberius gegründet und in der heutigen Form von Papst Sixtus III. gebaut worden. Verschiedene Wallfahrtsorte in Mitteleuropa haben dieses Patrozinium und feiern am 5. August ihr Kirchweihfest.
Gemeinde Gaschurn, Wikipedia
Autor: Gerhard ScopoliGaschurn

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