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Bangladesh: Festnahmen nach Anschlagsserie

Nach der Anschlagserie in Bangladesch hat die Polizei mit Hochdruck nach Moslem-Extremisten gefahndet und fast 100 Verdächtige festgenommen. Weitere versteckte Bomben wurden gefunden.

Bei mehreren der Festgenommenen seien Sprengsätze entdeckt worden, sagte ein Polizeivertreter am Donnerstag. Zudem seien weitere versteckte Bomben gefunden worden. Am Vortag waren rund 200, selbst gefertigte Bomben in mindestens 60 Städten und Gemeinden des südasiatischen Landes explodiert.

Zwei Menschen wurden getötet, mehr als hundert verletzt. An den Anschlagsorten wurden Flugblätter einer verbotenen Extremisten-Gruppe gefunden, auf denen eine islamische Staatsform für das Land gefordert wurde. Zudem enthielten sie an die USA und Großbritannien gerichtete Drohungen, verknüpft mit dem Vorwurf, diese hielten moslemische Staaten besetzt.

Die gefundenen Sprengsätze seien mit Zeitzündern ausgestattet gewesen und entschärft worden, sagte ein Polizeisprecher. Im ganzen Land waren die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. In der Hauptstadt Dhaka durchsuchte die Polizei mit Spürhunden wichtige Gebäude und Plätze, Hotels und diplomatische Vertretungen.

Im indischen Grenzgebiet zu Bangladesch nahm die Polizei zwei Männer aus dem Nachbarland fest, denen die Unterstützung einer Organisation mit Verbindungen zur radikal-moslemischen Al Kaida vorgeworfen wird. Die beiden Bangladescher hätten in mehrheitlich moslemischen Stadtvierteln von Kalkutta Geld für die Organisation gesammelt und Aufrufe verteilt.

Rund 90 Prozent der 140 Millionen Bangladescher sind Moslems. Die aus verschiedenen moslemischen Parteien gebildete Regierung hat wiederholt erklärt, dass gewalttätige religiöse Gruppen im Land keinen verstärkten Zulauf hätten. Im Februar hat sie zwei Extremisten-Gruppen verboten. Eine der beiden tauchte nun als Unterzeichnerin der Flugblätter wieder auf.

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