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Ban: Schließung von Grenzen nicht richtige Antwort

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in Wien
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in Wien
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat im Zuge seines Österreich-Besuchs auch in der aktuellen Debatte über Grenzkontrollen zu Wort gemeldet. "Eine Schließung von Grenzen, ein Auftürmen von Mauern (...) ist nicht die richtige Antwort", sagte er in einem "ZiB2"-Interview.

“Ich erwarte mir viel mehr Engagement bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise”, betonte der mit Ende des Jahres scheidende Generalsekretär, der morgen, Donnerstag, vor dem Nationalrat sprechen wird, in dem am Mittwoch ein deutlich verschärftes Asylrecht beschlossen wurde. Diese seine Forderung gelte nicht nur für die österreichische Regierung, sondern auch für andere Länder, unterstrich der südkoreanische Diplomat.

Der frühere Botschafter in Österreich wies in diesem Zusammenhang auf die verzweifelte Situation der Flüchtlinge hin, die aus Lebensgefahr geflohen seien und “einen warmherzigen Empfang” verdienten.

Ban Ki-moon im Nationalrat

Am Donnerstag wird der UNO-Generalsekretär im Plenum des Nationalrats eine Erklärung abgeben – auf Englisch und mit Simultanübersetzung. Das ist die Premiere der neuen Möglichkeit, “herausragende Persönlichkeit” aus dem Ausland im Plenum reden zu lassen.

Am Mittwoch war Ban Ki-moon bei Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) im Wiener Rathaus zu Gast. Wien macht sich die 17 UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu eigen. Häupl unterzeichnete eine entsprechende Erklärung. Ban trug sich dabei auch ins Goldene Buch der Stadt Wien ein, berichtete die Rathauskorrespondenz.

Häupl überreichte dem südkoreanischen Diplomaten, der Wien als früherer Botschafter eng verbunden ist, auch den Goldenen Rathausmann. Wien habe vom Engagement Bans profitiert, betonte Häupl. “Wien ist zu einer wichtigen Drehscheibe internationaler Politik avanciert und hat sich als Stätte interkulturellen und interreligiösen Dialogs etabliert.” Ban sagte, er sei “stolz, ein Wiener zu sein”.

Die Vereinten Nationen haben sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 Armut zu bekämpfen, allen Menschen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, Gleichberechtigung zu fördern, Umweltschutz zu stärken und den Frieden zu sichern. Mit der Unterzeichnung der “Ziele für nachhaltige Entwicklung” (englisch: Sustainable Development Goals, kurz SDGs) verpflichtet sich Wien, diese Ziele zu verwirklichen. (APA)

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