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Bambi für Sibel Kekilli

Bei der Bambi-Verleihung im Vorjahr war Sibel Kekilli noch niemandem bekannt, diesmal steht sie als Preisträgerin auf der Bühne.

Wenn die 24-jährige Hauptdarstellerin aus Fatih Akins Film „Gegen die Wand“ am Donnerstag die begehrte Medientrophäe als „Shootingstar“ entgegen nimmt, liegt ihr erster großer Auftritt in der Öffentlichkeit gerade ein Dreivierteljahr zurück. Gleich auf Anhieb hatte sie mit ihrem Schauspieldebüt für Aufsehen gesorgt. „Ich hätte es nicht mal gewagt, annähernd davon zu träumen“, sagte die in Hamburg lebende Schauspielerin, die sehr schnell die Licht- und Schattenseiten des Ruhms kennen lernen musste.

„Mein Leben ist zum Teil öffentlich geworden. Ich misstraue auch noch mehr Menschen, und das zum Teil zu Recht“, sagt Kekilli, die für ihr Schauspieldebüt in Akins preisgekröntem Streifen bereits mit dem Deutschen Filmpreis geehrt wurde und als beste Darstellerin für den Europäischen Filmpreis im Dezember in Barcelona nominiert ist. Die gebürtige Heilbronnerin, deren Eltern in den 70er Jahren aus der Türkei nach Deutschland gezogen waren, wurde durch den Berlinale- Erfolg von „Gegen die Wand“ nicht nur über Nacht bekannt. Sie musste auch gleich mit ersten Negativ-Schlagzeilen über früher gedrehte Pornofilme zurechtkommen.

Im Umgang mit den Medien ist Kekilli vorsichtig geworden: „Weil die Boulevard-Presse mir jedes Wort im Mund umdreht, egal über was ich und wie viel ich rede“, sagt die 24-Jährige. „Mir werden sogar Wörter in den Mund gelegt, die ich niemals gesagt habe, dann übernehmen es auch noch die anderen Zeitungen, weil sie es nicht anders wissen können.“ Geholfen hätten Kekilli in dieser schweren Zeit vor allem ihre beste Freundin und ihr Freund sowie „mein Onkel, Fatih Akin, meine Managerin, Anwälte, andere Freunde und Bekannte, und viele mehr“. Die Unterstützung habe nie aufgehört.

Kontakt zu den Eltern, die aus den Medien von der Vergangenheit ihrer Tochter erfahren hatten, hat Kekilli seitdem noch nicht wieder. „Das braucht Zeit. Zeit, die für beide Seiten, für sie und für mich, wichtig ist“, meint die junge Frau, die bis zur Schauspielkarriere als Verwaltungsfachangestellte im Heilbronner Rathaus gearbeitet hat. Neue Erfahrungen musste sie auch im Bekanntenkreis machen. „Plötzlich haben sich angebliche Freunde gemeldet, auf die ich aber nicht reagiert habe“, berichtet sie. „Und neue Freunde habe ich ganz wenige, doch das reicht mir auch.“

Jetzt freut sich Kekilli auf den Bambi, der ihr „sehr viel“ bedeutet, und den Europäischen Filmpreis, dessen Nominierung allein sie als einen Ritterschlag empfindet. „Das ist eine sehr große Ehre für mich. Dazu kommt noch, dass ich neben so großartigen Schauspielerinnen erwähnt werde“, sagt sie stolz. Mit dem Neuling konkurrieren etwa Valeria Bruni-Tedeschi und Penélope Cruz um die Auszeichnung. Kekilli selbst bewundert Robert De Niro: „Er spielt nicht nur seine Rollen bzw. Figuren, er wirkt so, als sei er die Figur selbst.“

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