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Bali: Tote und Verletzte nach Explosionen

Bei den Explosionen am Samstag auf Bali sollen nach Diplomatenangaben mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen sein. "Insel der Götter" | Anschläge auf Touristen

Dies berichtete ein französischer Diplomat nach Besuchen in zwei Krankenhäusern auf der indonesischen Ferieninsel. Im Krankenhaus von Sangla seien zwölf Leichen und im Hospital von Graha Asih elf weitere, sagte ein Sprecher der französischen Botschaft der Nachrichtenagentur AFP.

Die Sprecherin eines Krankenhauses von Bali erklärte, unter den Getöteten seien „viele“ Ausländer. Die Zahl der Verletzten dürfte bei mindestens 35 liegen.

Unter den Todesopfern befindet sich mindestens ein Australier. Drei weitere seien verletzt worden, berichtete das australische Radio unter Berufung auf Außenminister Alexander Downer. Bis jetzt lagen keine Berichte vor, dass Österreicher bei den Anschlägen zu Schaden gekommen sind. Der österreichische Honorarkonsul begab sich zu den Orten der Anschläge.

Laut Polizei und Medien gab es mindestens zwei nahezu zeitgleiche Explosionen vor Strandcafés in den benachbarten Badeorten Jimbaran und Kuta, nach Polizeiangaben durch Bomben ausgelöst wurden. Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yodhoyono verurteilte die Tat und sprach von einem „Terroranschlag“.

Augenzeugen und das örtliche Fernsehen berichteten, es habe bis zu drei Detonationen in beliebten Touristenregionen gegeben. „Die Menschen rannten um ihr Leben. Ausländische Touristen wurden verletzt. Ich habe solche Angst“, sagte ein Ladenbesitzer in Kuta. Ein anderer Augenzeuge sagte, er habe den abgerissenen Kopf eines Menschen gesehen.

Am 12. Oktober 2002 waren bei mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlägen auf zwei Nachtclubs in der Urlauber-Hochburg Kuta 202 Menschen getötet worden, die meisten davon westliche Urlauber. 88 Tote waren Australier.

Österreichs Honorarkonsul zu Anschlagsorten

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