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Bahnverkehr durch Streik stark beeinträchtigt

©AP
Die deutsche Lokführergewerkschaft GDL hat ihren Arbeitskampf ausgeweitet und bestreikt seit dem frühen Morgen auch den Personenverkehr der Deutschen Bahn.

Hunderttausende Pendler mussten am Donnerstag auf andere Verkehrsmittel umsteigen, um zur Arbeit zu gelangen. Von dem Streik in Deutschland sind auch Verbindungen von und nach Österreich betroffen, vor allem die Strecke Salzburg-München.

Die Deutsche Bahn hat unter http://www.bahn.de/aktuell einen Ersatzfahrplan veröffentlicht. Die ÖBB empfehlen Reisenden in Richtung Deutschland, sich dort zu informieren bzw. rechtzeitig vor Reiseantritt die Hotline der Deutschen Bahn (Tel.: 0049/1805 334444) zu kontaktieren.

Nach Angaben der Deutschen Bahn war wie bei den vorherigen Streiks vor allem der Osten Deutschlands betroffen, wo lediglich zehn Prozent der Regionalbahnen fuhren. Im Osten sind besonders viele Lokführer bei der GDL organisiert. Im Fernverkehr fahren nach Angaben der Bahn rund zwei Drittel der Züge, vor allem ICE-Züge. Insgesamt führen die Züge gemäß dem Ersatzfahrplan. Wegen des schon am Mittwoch begonnenen Streiks im Güterverkehr kam es zu ersten größeren Produktionsausfällen. Audi sagte die Frühschicht in Brüsseler Werk wegen fehlender Teile ab. Der Arbeitskampf soll Samstag früh um 02.00 Uhr enden.

In Westdeutschland fuhren nach Bahnangaben rund 50 Prozent der Regional-Bahnen. Erhebliche Einschränkungen gibt es auch im S-Bahnverkehr. In Berlin verkehrt die S-Bahn in einem 20- bis 40-Minuten-Takt, in Hamburg fahren nach diesen Angaben rund 40 Prozent der S-Bahnen. Größer sind die Ausfälle in Frankfurt am Main und Stuttgart, wo nur ein Drittel aller S-Bahn-Züge fahren. In Nordrhein-Westfalen fahren die S-Bahnen im Ein-Stundentakt. In ganz Deutschland setzte die Bahn fast 500 Busse ein, um Zugausfälle zu kompensieren.

Viele Pendler stiegen auf Autos um. Allerdings war der Berufsverkehr auf den Straßen nach Angaben der ARD-Verkehrsfunkzentrale gegen 07.00 Uhr noch relativ normal. Es deuteten sich wegen des höheren Verkehrsaufkommens aber größere Staus an als an normalen Werktagen. Mietwagen-Unternehmen hatten in den vergangenen Tagen schon eine erhöhte Nachfrage registriert. Auch Billigflieger sprachen von höheren Buchungen als sonst. Auf einigen Strecken hätten die Buchungen zwischen 15 und 30 Prozent zugelegt, sagte eine Sprecherin von Air Berlin der „Berliner Zeitung“. Auch bei Germanwings gab es eine größere Nachfrage.

Die Fronten zwischen den Tarifparteien blieben verhärtet. Die GDL fordert einen eigenständigen Tarifvertrag und verlangt vom Konzern ein neues Angebot dazu. Deutsche-Bahn-Personalvorstand Karl-Friedrich Rausch gab sich in der ARD unnachgiebig. „Wenn wir jetzt nachgeben würden, wäre der Schaden für die Volkswirtschaft noch viel größer“, sagte er. Die GDL versuche, die Bahn „zur bedingungslosen Kapitulation“ zu zwingen. „Das wird nicht gelingen.“ Rausch verwies auf das vorliegende Angebot des Unternehmens, über das die Bahn zu Verhandlungen bereit sei.

Parallel dazu erhöhte die Bahn den Druck in der öffentlichen Meinung auf die Gewerkschaft. In ganzseitigen Anzeigen forderte das Unternehmen GdL-Chef Manfred Schell auf: „Stoppen Sie diesen Wahnsinn, Herr Schell“.

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