Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Bahnausbau: Anrainer befürchten Zunahme der Lärmbelästigung

Der Weg der Bahn von Lochau über Bregenz, Hard, Lauterach, Wolfurt bis Lustenau.
Der Weg der Bahn von Lochau über Bregenz, Hard, Lauterach, Wolfurt bis Lustenau.
Schwarzach – Mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der Bahnstrecke München bis Lindau soll deutlich mehr Personenverkehr durch Vorarlberg in die Schweiz rollen. Gleichzeitig soll damit die Strecke für den Güterverkehr fit gemacht werden. Bahnanrainer in Lochau, Bregenz, Hard, Lauterach, Wolfurt und Lustenau befürchten eine Zunahme der Lärmbelästigung.

Die Elektrifizierung soll 2013 beginnen und 2016 abgeschlossen sein. Die Anwohner entlang der Strecke von Lochau bis Lustenau befürchten eine Zunahme der Lärmimmissionen, wenn mehr Güterzüge – vor allem nachts – auf der Strecke verkehren könnten. Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart gibt hier vorerst Entwarnung: „Wir sind in Gesprächen mit Experten. Die haben bestätigt, dass sich die Auswirkungen in Bregenz in Grenzen halten werden.“ Es werde zu einer Verdichtung des Personenverkehrs kommen, allerdings seien die Kapazitäten in Bregenz schon beinahe komplett ausgeschöpft und es werden keine neuen Gleise gebaut. Zu prüfen seien noch die Schrankenschließungszeiten, sagt Linhart und betont gleichzeitig den positiven Aspekt, dass Bregenz dadurch als Standort noch mehr gestärkt werden könne. An eine Zunahme des Güterverkehrs glaubt Linhart nicht.

Elektrifizierung notwendig

Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser sieht die Situation ähnlich: „Die Strecke Lindau bis München wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht.“ Der Fokus liege weniger beim Güterverkehr, sondern beim Personenverkehr und der Verkürzung der Reisezeit: „Dadurch wird ein gegenüber Auto und Flugzeug wettbewerbsfähiges Angebot geschaffen.“ Die Frage der Lärmproblematik sei beim Ausbau jedoch zu berücksichtigen, wobei hier in erster Linie das Material der Züge entscheidend sei, ebenso wie die Geschwindigkeit. Bisher seien rund 98 Prozent aller geplanten Lärmschutzmaßnahmen in Vorarlberg abgeschlossen.

Ausbau des Güterbahnhofs in Wolfurt

Dass der Güterbahnhof ausgerechnet jetzt ausgebaut wird, mag für den ein oder anderen ein Alarmzeichen sein. Rüdisser beschwichtigt: “Die Kapazitätsgrenzen des Bahnhofs sind schon lange erreicht. Beim Bau war dieser für jährlich rund 40.000 Container ausgelegt. Mittlerweile sind es über 90.000 Container.”

Reduzierung der Fahrzeit

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wird es zukünftig auf der Strecke München bis Lindau eine Verdopplung des Bahnverkehrs geben. Durch die vollständige Elektrifizierung des 184 Kilometer langen Streckengleises und der Ertüchtigung für Neigetechnik-Fahrzeuge soll unter anderem auch die Geschwindigkeit auf 160 km/h erhöht werden und somit die Fahrzeit des Schienenpersonenverkehrs von München nach Zürich von 4 Stunden und 10 Minuten auf 3 Stunden und 15 Minuten reduziert werden. Das bringt rund 20 Prozent Zeitersparnis.  Der geschätzte Investitionsumfang des Projekts liegt bei 210 Millionen Euro. Der Bauabschluss ist nach aktuellem Stand für 2016 geplant.

(SVO)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Bahnausbau: Anrainer befürchten Zunahme der Lärmbelästigung
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen