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Bagdad: Fast 40 Tote bei Anschlag

Bei einem Bombenanschlag unmittelbar vor Beginn des Fastenmonats Ramadan sind am Samstag in Bagdad mindestens 37 Menschen getötet worden. Zahlreiche Verletzte.

40 weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Die in einer Tonne versteckte Bombe detonierte nahe einem Treibstofflaster im schiitischen Armenviertel Sadr City, wo wegen des Ramadan-Beginns mehr Menschen als sonst anstanden, um Kerosin zu kaufen. Auch der Lastwagen explodierte. Unter den Toten waren 17 Frauen.

Ein im Internet veröffentlichtes Video soll den neuen Anführer der Al-Kaida im Irak, Abu Ayyub al-Masri, bei der Tötung einer türkischen Geisel zeigen. In der Aufnahme sind drei vermummte Männer um einem am Boden sitzenden Gefangenen zu sehen. Der mittlere der Maskierten schießt der Geisel schließlich drei Mal in den Kopf. Laut einer am Freitagabend mit dem Video veröffentlichten Erklärung handelt es sich bei dem Täter um Masri. Die Aufnahme stamme bereits von Anfang August 2004.

Masri gilt als neuer Chef der Extremistengruppe Al-Kaida im Irak, nachdem ihr Anführer Abu Musab al-Zarqawi im Juni bei einem US-Angriff getötet wurde. Es wäre das erste Mal seit Juni, dass sich eine Aufnahme Masris veröffentlicht wird.

Die Sicherheitskräfte im Irak nahmen unterdessen einen mutmaßlichen Terrorführer fest. Wie die Regierung in Bagdad am Samstag bekannt gab, wurde ein Führungsmitglied der Gruppe Ansar al-Sunna gefasst, die sich zu zahlreichen Selbstmordanschlägen und Geiseltötungen bekannt hat. Bei dem Einsatz irakischer und amerikanischer Truppen bei Mukdadiya, nordöstlich von Bagdad, seien am Freitagabend neben Muntazir al-Jiburi auch zwei seiner Helfer festgenommen worden. Bei den drei Männern seien Unterlagen und Sturmgewehre sichergestellt worden. Die sunnitische Gruppe Ansar al-Sunna soll in Kontakt zur Al Kaida im Irak stehen.

Bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe wurde am Samstag in Bagdad ein US-Soldat getötet, wie die Streitkräfte mitteilten. Im Südirak kam bei einem ebensolchen Anschlag ein dänischer Soldat ums Leben, ein weiterer erlitt nach Militärangaben Verletzungen. In Basra starb bei einem Raketenangriff am Freitag ein US-Bürger, der für das amerikanische Außenministerium arbeitete, wie die US-Botschaft mitteilte.

In der Stadt Kut wurden am Samstag fünf Tote in ein Leichenschauhaus eingeliefert, die offenbar Opfer einer Todesschwadron geworden waren. Sie wurden in der Nähe von Suwajra im Tigris entdeckt. Die Leichen wiesen Folterspuren auf, wie ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses sagte.

Angesichts der anhaltenden Gewalttaten rechtfertigte Präsident Jalal Talabani die Anwesenheit ausländischer Truppen im Irak. Es könne erst über einen Zeitplan für den Abzug gesprochen werden, wenn das Land eigenständig für Sicherheit und Ordnung sorgen könne, sagte er am Freitag vor der UN-Vollversammlung in New York. Jeder Abzug müsse schrittweise erfolgen. Die USA haben rund 147.000 Soldaten im Irak stationiert. Einem in dieser Woche veröffentlichten UN-Bericht zufolge kamen in den vergangenen zwei Monaten rund 6600 Iraker durch Gewalttaten ums Leben.

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