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Bagdad: Explosion vor iranischer Botschaft

Kurz vor dem geplanten Besuch des irakischen Regierungschefs Ibrahim al-Jaafari im Iran haben Aufständische am Dienstag offenbar einen Anschlag auf die iranische Botschaft in Bagdad verübt.

Der TV-Nachrichtensender „Al-Arabiya“ berichtete von einer Explosion, die Teheraner staatliche Nachrichtenagentur IRNA hatte am Montag berichtet, Jaafaris Besuch sei für den 12. Juli geplant.

Laut IRNA dürfte der Besuch des irakischen Premiers einen „Wendepunkt“ in den Beziehungen zwischen den einstigen Kriegsgegnern markieren. Der Iran und der Irak führten von 1980 bis 1988 einen verlustreichen Krieg gegeneinander. Viele irakische Sunniten werfen den Politikern der Schiiten-Parteien, die seit den Wahlen vom Jänner zusammen mit den Kurden die Mehrheit im Parlament haben, vor, sie hätten aus ihrer Zeit im Exil zu enge Verbindungen mit Teheran.

Im Mai war der iranische Außenminister Kamal Kharrazi nach Bagdad gereist und hatte mit Jaafari und Staatspräsident Jalal Talabani konferiert. Unter der vorherigen irakischen Übergangsregierung von Iyad Allawi war das Verhältnis gespannt.

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