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Bagdad: Briten beginnen mit Stationierung

Die britischen Truppen im Krisengürtel südlich von Bagdad haben einen Tag nach ihrer Verlegung aus dem Südirak mit der Besetzung von Straßensperren und Militärstützpunkten der US-Armee begonnen.

„Unsere Aufgabe in dieser Region ist es, für Sicherheit und Stabilität zu sorgen, die Verstecke der Terroristen auszuheben und die Lage hier so schnell wie möglich zu verbessern“, sagte der britische Offizier Steve Darmirage am Donnerstag in Hilla. Die 850 Soldaten der britischen Einheit „Black Watch“ waren am Donnerstag mit 50 Panzern von einem Stützpunkt bei Basra in Richtung Norden aufgebrochen. Sie sind nun in Iskandariya, Latifiya, Mahmudiya und einigen anderen Aufständischen-Hochburgen südlich der irakischen Hauptstadt stationiert.

In der Region hatte es seit der Niederwerfung des Baath-Regimes im vergangenen Jahr zahlreiche Entführungen und Anschläge auf Soldaten und Polizeistationen gegeben. Auf den Landstraßen südlich von Bagdad treiben außerdem zahlreiche Verbrecherbanden ihr Unwesen, die immer wieder Lastwagenfahrer töten. „Mit unserer Stationierung in dieser Region ersetzen wir die amerikanische Armee, die dafür ihre Truppenpräsenz in gefährlicheren Regionen verstärken kann“, sagte Darmirage.

Die Verlegung ist in Großbritannien umstritten. Nach einem am Mittwoch von der Zeitung „The Guardian“ veröffentlichten Umfrageergebnis sind 61 Prozent der Briten gegen die Truppenverschiebung. Die USA hatten Großbritannien gebeten, Truppen aus dem relativ ruhigen Süden des Landes in den zentralirakischen US-Sektor zu verlegen, um US-Soldaten für Einsätze gegen Aufständische zusammenziehen zu können. Die Regierung in London gab dafür in der vergangenen Woche grünes Licht. Der Einsatz der betroffenen britischen Soldaten sei jedoch zeitlich und räumlich begrenzt, sagte der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon.

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