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Bagdad: Autobombe fordert elf Tote

Bei einem offenbar gegen den Aufbau von Polizeikräften im Irak gerichteten Bombenanschlag haben Extremisten in Bagdad mindestens elf Menschen getötet. 40 weitere Opfer wurden bei der Explosion der Autobombe in einer belebten Geschäftsstraße nach Polizeiangaben verletzt.

Die Autobombe detonierte, als Bewerber für den Polizeidienst Schlange standen, um ihre Unterlagen zu fotokopieren. Am Explosionsort stieg eine dunkle Rauchwolke auf. Mehrere Fassaden und ein Eiscafe wurden zerstört. Der Boden am Tatort war mit zerborstenem Glas übersät. In großen Blutlachen auf dem Gehsteig lagen zahlreiche Sandalen und Schuhe. Bei einem weiteren Bombenanschlag auf einen US-Militärkonvoi in Bagdad wurden Polizeiangaben zufolge mindestens drei Menschen verletzt.

In den vergangenen Tagen sind im Irak zahlreiche Anschläge mit Autobomben verübt worden. Während sie sich anfangs vor allem gegen US-Truppen richteten, wurden zuletzt zunehmend Iraker Opfer der Anschläge. Die Aufständischen haben dabei auch mehrmals Bewerber für den Polizeidienst angegriffen, die sie als Kollaborateure der US-Besatzungsmacht im Irak betrachten. Die Aufständischen wollen damit den Aufbau funktionierender Sicherheitsstrukturen in dem Golfstaat bekämpfen und somit die für Jänner geplanten freien Wahlen torpedieren.

Polizisten und US-Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen sperrten den Anschlagsort in Bagdad ab. Ein Zeuge sprach von zwei schweren Detonationen. Er sagte, ein Eiscafe sei am schwersten getroffen worden. „Ich weiß nicht mal, auf wen sie es abgesehen hatten“, sagte ein Geschäftsbesitzer. „Die haben Leute mit ihrer Bombe getötet, die gerade Eis aßen“, fügte der Mann hinzu, auf dessen T-Shirt Blutflecken von Splitterwunden zeugten.

Ein Polizeioffizier sagte, er sei gerade in die Straße eingebogen, als der Sprengsatz detonierte. „Da waren mehr als 300 Leute, das war so voll hier“, fügte er hinzu. Ein Polizeibewerber sagte, der Anschlag habe ihn von seiner Absicht abgebracht, sich den Sicherheitskräften anzuschließen: „Das ist es nicht wert. Ich will ihr Geld nicht“, fügte er verbittert hinzu.

Im Bagdader Viertel Mansur detonierte am Mittwoch eine Autobombe in der Nähe eines US-Militärkonvois. Polizeiangaben zufolge wurden mindestens drei Menschen verletzt. Möglicherweise sei der Sprengsatz von einem Selbstmordattentäter gezündet worden. Fernsehbilder zeigten zwei brennende US-Fahrzeuge und dichten schwarzen Rauch, der vom Explosionsort aufstieg.

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