Babyschleudern als Yoga-Praktik?

Die Russin Lena Forkina (51) ist selbsternannte Kindererziehungs-Expertin und möchte in ihrem Video eine Yoga-Praktik für Mutter und Baby zeigen. Die Umsetzung ist allerdings mehr als schockierend.

An den Füßen und Händen ein kleines Baby durch die Luft schleudern. Oder das Kind kopfüber von links nach rechts schwingen. Das sind nur zwei der Übungen von Lena Forkina. Die 51-Jährige ist selbst Mutter von fünf Kindern und verdient ihr Geld als Yoga-Lehrerin. Von ihren Übungen ist sie überzeugt, gibt aber zu, dass die Methode “nicht überall akzeptiert wird.”

Petition

Diese Praktik entwickelte Forkina allerdings nicht selbst, sondern erlernte sie von dessen Begründer Igor Borisovich Charkovsky höchst persönlich. Dieser widerum schaute sich Teile davon von afrikanischen Stämmen ab.

In der Schweiz gibt es bereits eine Petition gegen die “Babyschleuderin”, wie “news.at” berichtet. “Tatsächlich sind die Übungen so schockierend, dass viele dachten, sie würden an Puppen vorgeführt, denn kein geistig normaler Mensch würde diese akzeptieren. Helfen Sie diese grauenvollen Taten, die an unschuldigen Babys vollzogen werden, aufzuhalten!”, lautet der Text dazu.

Hirnblutungen

Lena Forkina hat aber einige Eltern begeistern können und gibt Seminare in Ägypten. Von ihrer Methode ist sie überzeugt: “Sie ist sehr gut für Babys und keineswegs gefährlich. Manche Babys schreien zunächst, finden aber mit der Zeit Gefallen daran. Viele Leute denken, kleine Babys können nur auf dem Bett liegen, essen und weinen. Aber Babys wurden mit natürlichen Reflexen geboren, deren Entwicklung wir physisch und psychisch antreiben können.”

Mediziner hingegen warnen vor dieser Praktik. Durch die unnatürlichen Bewegungen könnten Hirnblutungen und -schwellungen entstehen. Lena Forkian ist sich hingegen sicher, Gutes für die Muskeln und Gelenke der Kleinen zu tun.

 

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