Auwaldflächen sind gefährdet

Exkursionsleiter Andreas Beiser: "Weiden zählen zu den ältesten Blütenpflanzen."
Exkursionsleiter Andreas Beiser: "Weiden zählen zu den ältesten Blütenpflanzen." ©Evelyn Brandt, inatura
Braz/Dornbirn. (bra) Am Samstag veranstaltete die inatura eine Exkursion durch die Aflenzauen. Ruth Swoboda, Direktorin der inatura und Biologe Andreas Beiser leiteten die Exkursion durch den Auenwald zwischen Radin und Braz.
inatura Exkursion Aflenz Auwälder


Europaweit zählen Auenwälder zu den durch menschliche Eingriffe am meisten gefährdeten Lebensräumen. Exkursionsleiter Andreas Beiser sagt warum: „In den letzten Jahrhunderten wurden auch bei uns Wildflüsse begradigt und Wälder gerodet, um Platz für Wiesen, Industriegebiete, Verkehrsflächen und Sportanlagen zu schaffen.“ Allein in den letzten elf Jahren sind 28 Hektar Auwald im Walgau zerstört worden, das entspricht einer Fläche von 40 Fußballfeldern.

Auenwälder zwischen Radin und Braz

Das Besondere an der artenreichen Auenlandschaft ist, dass sie regelmäßig überschwemmt wird und deshalb zwei Ökosystemen aufweist: Wasser und Land. Das herausragende Beispiel eines unverbauten Gebirgsflusses mit ausgedehnten Schotterflächen, Kiesfluren, nassen Tümpeln, alten Flussarmen und Weidengebüschen findet man noch an der Alfenz zwischen Radin und Braz.

Schützenswerte Lebensräume

Andreas Beiser zeigte den Exkursionsteilnehmern eindrücklich, dass das Leben in der Au für die selten gewordenen Pflanzen, Vögeln und Insekten ausgeklügelte Anpassungsstrategien verlangt. Zum Beispiel brütet der seltene Flussuferläufer erst nach den Frühjahrsüberschwemmungen auf den Schotterbänken und fast alle geflügelten Insektenarten sind flugfähig und können den Wassermassen leicht entkommen. Wenn man ihnen ihren speziellen Lebensraum entzieht, sterben sie aus.

Auch auf kleine Stillgewässer macht der Biologe aufmerksam. „In den Tümpeln können wassergebundene Tiere, wie die Kaulquappen in wenigen Wochen zu kleinen Fröschen heranwachsen.“ Herausragendes Merkmal natürlicher Auen ist es eben auch, dass durch die Überschwemmung Gewässer immer wieder neu entstehen.

www.inatura.at/

 

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