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AUVA-Sparprogramm nimmt Formen an

Die AUVA soll vor allem in der Verwaltung Einsparungen treffen.
Die AUVA soll vor allem in der Verwaltung Einsparungen treffen. ©APA
Das von der Regierung geforderte Sparprogramm der AUVA nimmt langsam Formen an. Offizielle Aussagen gebe es aber noch nicht und auch die Gewerkschaft protestiert weiter.

Das Sparprogramm der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) dürfte weitgehend stehen. Laut Berichten mehrerer Medien soll die AUVA selbst erhalten bleiben. Eine Eingliederung in andere Träger gilt laut Verhandlern als unwahrscheinlich.

Kein Kommentar von der AUVA

Die AUVA wollte dies auf Anfrage der APA nicht kommentieren. Eine Sprecherin verwies nur darauf, dass das Konzept am 21. August vom AUVA-Vorstand beschlossen und der Politik übermittelt werden soll. Diesem Beschluss wolle die AUVA nicht vorgreifen und inhaltliche Details erst danach bekanntgeben.

Die Vorgabe der Regierung lautete ja, bis Ende des Jahres ein Konzept zur Einsparung von 500 Millionen Euro vorzulegen, womit der von den Unternehmern zu leistende Unfallversicherungsbeitrag von 1,3 auf 0,8 Prozent gesenkt und damit die Lohnnebenkosten um 500 Millionen Euro reduziert werden könnten. Andernfalls werde die AUVA in die bestehenden Träger übergeführt und damit aufgelöst.

In der Verwaltung sparen

Letzteres soll jetzt mit den Einsparungsplänen der AUVA vom Tisch sein. Einsparungen will man laut den Berichten vor allem in der Verwaltung. Von den derzeit dort tätigen rund 1.500 Mitarbeitern sollen in den kommenden sechs Jahren 300 Stellen nicht nachbesetzt werden. Darüber hinaus sei eine Verschlankung der Struktur angedacht sowie eine effizientere Arbeitsweise. Anstelle 20 interner Organisationen soll ein zentrales Trägermodell treten, die vier Landesstellen sollen zu “Landesbüros” degradiert werden.

Laut dem Programm sollen aber keine Krankenhäuser geschlossen werden, auch Leistungskürzungen seien nicht vorgesehen. Ebenso wenig sollen Ärzte oder Pfleger gekündigt werden.

Gewerkschaft setzt Protestmaßnahmen fort

Die Gewerkschaft wertet die kolportierten Pläne für die AUVA ohne deren Auflösung als ihren Erfolg. Sollte dies stimmen, “dann ist es uns durch gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Protest gelungen, die Zerschlagung der AUVA und die Schließung von Spitälern zu verhindern”, zeigt sich die geschäftsführende Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier, Barbara Teiber, erfreut.

Hartinger-Klein: Gespräche laufen

Das Sozialministerium hat am Mittwoch zur Debatte um die AUVA klargestellt, dass die Gespräche noch laufen. Sobald es eine Einigung gebe, werde diese kommuniziert, hieß es in einer Aussendung.

(APA/red)
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