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Autoren aus acht Nationen lesen heuer beim Bachmann-Preis

Aus acht Nationen kommen die Teilnehmer beim 40. Wettlesen um den Bachmann-Preis in Klagenfurt: Neben zahlreichen Autoren aus Deutschland nehmen Schreiber mit serbischen, israelischen, türkischen, britischen, französischen und Schweizer Wurzeln an den "Tagen der deutschsprachigen Literatur" teil - als österreichischer Beitrag geht die Wienerin Stefanie Sargnagel ins Rennen.


Ein “so breit gestreutes Teilnehmerfeld wie noch nie” präsentierte Bachmannpreis-Koordinator Horst L. Ebner am Dienstag in einer Pressekonferenz. Im heurigen doppelten Jubiläumsjahr – der 40. Bewerb findet zum 90. Geburtstag von Ingeborg Bachmann statt – gehen die “Tage der deutschsprachigen Literatur” von 29. Juni bis 3. Juli über die Bühne. Am Eröffnungsabend hält Burkhard Spinnen die schon traditionelle Klagenfurter Rede zur Literatur 2016 – er war von 2008 bis 2014 Juryvorsitzender bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur. Die Lesungen selbst finden von 30. Juni bis 2. Juli jeweils ab 10 Uhr im ORF-Theater Klagenfurt statt, bevor am 3. Juli um 11 Uhr die Preise vergeben werden.

14 Autoren wurden heuer von der im Vergleich mit dem Vorjahr unveränderten, siebenköpfigen Jury unter Vorsitz von Hubert Winkels geladen. Neben Stefanie Sargnagel hat auch Marko Dinic einen starken Österreichbezug, der gebürtige Wiener hat allerdings einen serbischen Pass. Tomer Gardi aus Israel und Sharon Dodua Otoo aus Großbritannien sind ebenso in Klagenfurt zu Gast wie Dieter Zwicky (Schweiz) und Selim Özdogan (Türkei). Der Großteil der Teilnehmer kommt allerdings aus Deutschland: Ada Dorian, Isabelle Lehn, Sascha Macht, Bastian Schneider, Jan Snela, Astrid Sozio, Julia Wolf und die Deutsch-Französin Sylvie Schenk.

Neben dem Ingeborg-Bachmann-Preis, der mit 25.000 Euro dotiert ist, werden der Kelag-Preis (10.000 Euro) und der 3sat-Preis (7.500 Euro) vergeben. Die Zuhörer selbst können via Internet bestimmen, wer den BKS-Bank-Publikumspreis mit nach Hause nimmt – dieser ist mit 7.000 Euro dotiert.

Für das 40. Wettlesen wurde in Klagenfurt aber auch für ein reichhaltiges Rahmenprogramm gesorgt. Eine Wanderung auf Bachmanns “Gedankenspuren” in Klagenfurt findet am 25. Juni statt, am selben Tag wird eine Ausstellung mit Fotos von Heinz Bachmann, dem Bruder der Autorin, im Robert-Musil-Literatur-Museum eröffnet. Am 1. und 2. Juli wird in der Theaterhalle 11 ein “szenisches Doppelporträt” aufgeführt: “Es gibt mich nur im Spiegelbild” ist Ingeborg Bachmann und Elfriede Jelinek gewidmet.

Im Vorfeld des Wettbewerbs wird der “Translatio”, der Österreichische Staatspreis für literarische Übersetzung, vergeben, er geht diesmal an Michaela Prinzinger und Marcelo Backes. Die Preisträger werden am 24. Juni im Robert-Musil-Haus geehrt. Und bereits zum 20. Mal gibt es auch den Klagenfurter Literaturkurs (26. bis 29. Juni).

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