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Autobauer mit grünem Mantel

©AP
Auf der weltgrößten Automobilmesse IAA wollen die Autobauer gar nicht mehr ihren "grünen Mantel" ausziehen - konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz wollen sie sich aber nicht vorschreiben lassen.

Sie verweisen lieber darauf, dass es auch noch andere Umweltbelastungen gebe. Laut Umweltschützern sollen es die Autobauer aber ohnehin mit den CO2-Angaben zu ihren Fahrzeugen nicht allzu genau nehmen.

Fiat-Chef Sergio Marchionne erklärte heute im Namen der europäischen Herstellervereinigung ACEA, die europäische Autoindustrie will nicht im Alleingang für die EU-Klimaschutzziele in die Pflicht genommen werden. Sie fordere unter anderem zusätzliche Maßnahmen in der Verkehrspolitik, einen Beitrag der Treibstoffhersteller und Steuern, die europaweit umweltfreundlichere Autos fördern. Nur bei diesem „integrierten Ansatz“ unterstütze man das Ziel der EU-Kommission, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid bis zum Jahr 2012 im Durchschnitt auf 120 Gramm pro gefahrenen Kilometer zu reduzieren.

Laut Umweltschützer stimmen aber die CO2-Angaben der Hersteller aber ohnehin nicht. Tests hätten gezeigt, dass etliche Fahrzeuge in der Praxis bis zu 50 Prozent mehr Kraftstoff benötigten. So würden für den EU-weit standardisierten Verbrauchstest speziell konzipierte Autos verwendet, die sehr wenige Rollwiderstand hätten. Außerdem würden elektrische Geräte, die Kraftstoff verbrauchen, wie Klimaanlagen ausgeschaltet. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) wies die Vorwürfe zurück.

Kritik kam heute einmal mehr an der Modellpolitik der Autobauer. „Ich vermisse die Einsicht, dass man mit Weiter-So und ein bisschen PR nicht weiterkommen wird – wir brauchen andere Fahrzeuge“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch. Deutlich schlechtere Werte erzielen demnach die deutschen Hersteller in der Luxusklasse. So unterschreiten bei Mercedes laut Umwelthilfe nur zwei Prozent der Autos die 140-Gramm-Marke. Bei Audi sind es vier Prozent, bei BMW immerhin 14 Prozent.

Dabei wäre eine kräftige CO2-Reduzierung schon jetzt machbar – allerdings weniger durch die Autohersteller, so die deutsche Sachverständigenorganisation Dekra. „Sehr rasch lassen sich 15 Millionen Tonnen CO2 einsparen – das sind fast zehn Prozent des jährlich durch den Verkehr verursachten C02-Ausstoßes in Deutschland“, sagte Dekra-Chef Klaus Schmidt. Allein durch Fahrerschulungen könnte der CO2-Ausstoß um 6 Millionen Tonnen gesenkt werden. Den dicksten Batzen zum Sparpaket würde eine Verbesserung des Verkehrsflusses vor allem in den Ballungsräumen beitragen.

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