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Autobahnvollanschluss Klaus - Montag Verkehrsfreigabe

Bis Montag sollen die Restarbeiten abgeschlossen und die Anschlussstelle für den Verkehr freigegeben werden.
Bis Montag sollen die Restarbeiten abgeschlossen und die Anschlussstelle für den Verkehr freigegeben werden. ©Helmut Welte
Klaus - Vollanschluss in Klaus steht vor der Verkehrsfreigabe. Kritik an Radweg-Lösung.
Neuer Anschluss in Klaus

Bericht von VN/Dominik Heinzle.

Klaus. (VN-doh) Über ein Jahrzehnt Planungen, Einreicheverfahren, Genehmigungen und die Realisierung sind geschafft: Am kommenden Montag heißt es am Autobahnanschluss in Klaus “Alle Richtungen”. “Seit sieben Jahren bin ich bei der ASFINAG tätig und seit sieben Jahren begleitet mich das Projekt in Klaus”, zeigt sich Projektleiter Walter Nußbaumer erleichtert über den Abschluss der Arbeiten. Nach einer offiziellen Eröffnung soll der Verkehr auf den neuen Rampen, eine Auffahrt Richtung Feldkirch und eine Abfahrt Richtung Bregenz, fahren können. “Wir sind erleichtert und freuen uns auf die Eröffnung”, meint der Klauser Bürgermeister Werner Müller. Er sieht im neuen Vollanschluss eine große Chance für Unternehmen auf den Betriebsgebieten in der Region. Aber auch die Bevölkerung werde profitieren, denn Verkehrsprognosen sehen eine Entlastung des Ortskerns.

In der Nachbargemeinde Weiler begrüßt man den Anschluss. Dennoch gibt sich Bürgermeister Dietmar Summer zurückhaltend, denn in der Bevölkerung wolle man den Prognosen nicht so ganz Glauben schenken. Vielfach gehe man von einer Verkehrszunahme aus. Denn für einige Teile des Vorderlands führe der kürzeste Weg zur Autobahn künftig durch die Dorfmitte von Weiler. Innerhalb der Regio habe es erste Gespräche über eine gemeinsame Beruhigung der Walgaustraße gegeben. Es gelte nun aber abzuwarten, wie sich die Verkehrssituation entwickelt.

In einer ähnlichen Situatuion ist Koblach: Bürgermeister Fritz Maierhofer sieht den Anschluss im öffentlichen Interesse als notwendig an. Dennoch sei klar, dass die Anrainer im Bereich Straßenhäuser noch mehr Verkehr zu erdulden haben als bisher.

Vonseiten der ASFINAG ist man mit der Umsetzung der Anschlussstelle sehr zufrieden. Bauzeit und Kostenrahmen konnten laut Nußbaumer eingehalten werden. Rund 4,6 Millionen Euro wurden investiert, wobei das Land etwa 45 Prozent der Summe übernimmt.

Bis Montag bleibt das Tempolimit 80 aus Sicherheitsgründen noch aufrecht. Arbeiter sind bis dahin im Baustellenbereich noch mit Restarbeiten beschäftigt.

 Radfahrer und Fußgänger

Umgeplant wurde die Wegführung für Radfahrer und Fußgänger. Für letztere wird es künftig einen beleuchteten, aber nicht asphaltierten Weg vom Bahnhof entlang des Klausbachs Richtung Fokuspark geben. Durch die Beleuchtung, die von Seiten der Gemeinde Klaus installiert wird, soll diese Verbindung attraktiver werden, auch wenn dies einen Umweg bedeutet.

Radfahrer werden weiterhin an der L-62-Treietstraße entlanggeführt. Auf Höhe der Rampen wurde die Fahrbahn verbreitert und in diesen Tagen wird ein farblich abgetrennter Fahrradstreifen markiert.

 “Provisorische Lösung”

Diese Lösung ist nicht unumstritten. Führt der Radweg doch “mitten durch den Vollanschluss”, wie Bürgermeister Maierhofer betont. Er sieht die derzeitige Radwegsituation mehr als Provisorium, denn “hier müssen mit dem Land weitere Gespräche geführt werden.” Zumal konkrete Planungen bereits ausgearbeitet seien.

 

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