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Autobahn-Brücke in Südspanien abgestürzt

Beim Einsturz einer in Bau befindlichen Autobahnbrücke in Südspanien sind möglicherweise etwa 20 Arbeiter ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden sieben Arbeiter tot aus den Trümmern geborgen.

Ein 60 Meter langes Teilstück einer Talbrücke war am Montag in der Nähe des Ferienorts Almunecar in der Provinz Granada mehr als 50 Meter tief abgestürzt. Die genaue Zahl der Opfer war zunächst nicht bekannt. Ein Sprecher der Präfektur in der andalusischen Regionalhauptstadt Sevilla sagte, zur Zeit des Unglücks hätten sich etwa 30 Arbeiter an der Baustelle aufgehalten. Die Zahl der Toten belaufe sich auf etwa 20. Unter den Trümmern würden etwa 13 Bauarbeiter vermisst. Drei Arbeiter wurden verletzt geborgen. Die Krankenhäuser in der Umgebung wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Die Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. Die Talbrücke gehört zur „Mittelmeer-Autobahn“, die die südspanischen Städte Malaga und Almeria miteinander verbinden soll und auf einzelnen Teilstrecken bereits fertig gestellt ist. Der Ministerpräsident der Region Andalusien, Manuel Chaves, der an einer Debatte im Oberhaus des spanischen Parlaments teilnahm, verließ die Sitzung, um an die Unglücksstelle zu eilen.

Die Gewerkschaften klagen seit Jahren über die hohe Zahl an Arbeitsunfällen in Spanien, vor allem in der Bauwirtschaft.©Sie hatten in der Vergangenheit sogar zu Streiks für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz aufgerufen. Die Provinz Granada hat eine der höchsten Unfallraten. Im benachbarten Portugal war beim Bau der Autobahn von Lissabon in die Algarve ebenfalls ein Brückenabschnitt in die Tiefe gestürzt.

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