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Ausverkauf beim FC Porto

Mit dem Schlusspfiff des Finales hat beim Champions-League-Sieger FC Porto der große Ausverkauf begonnen. Der gefeierte Erfolgstrainer Jose Mourinho sieht seine Mission bei den Blau-Weißen als erfüllt an.

„Ich habe dem Verein alles gegeben, jetzt will ich gehen”, erklärte Mourinho, dessen Transfer zu Chelsea beschlossene Sache sein dürfte. Das klare 3:0 im Finale von Gelsenkirchen gegen AS Monaco dürfte auch für Spielgestalter Deco das letzte Match im Porto-Trikot gewesen sein, der Brasilianer hat Angebote von Bayern München und Chelsea vorliegen. Chelsea-Mäzen Roman Abramowitsch hat es mit seinen Millionen beinahe auf das gesamte Porto-Gerippe abgesehen, denn auch Ricardo Carvalho und Paulo Ferreira sollen nach London gelotst werden.

Der als arrogant verschriene Mourinho, der wenige Augenblicke nach der Pokal-Übergabe in der Kabine verschwand, hat den zweiten Champions-League- bzw. Meistercup-Sieg von Porto nach 1987 mit nur zwei Ausländern in seiner Anfangself erreicht. Mourinhos von großer taktischer Disziplin und defensiver Grundausrichtung geprägte Spielphilosophie stellte die Fußball-Hierarchie auf den Kopf. Nicht die Superstars aus Madrid oder Mailand, sondern seine vergleichsweise “kostengünstigen” Landsleute reckten die begehrte Trophäe in den Nachthimmel.

Der taktischen Disziplin des FC Porto waren auch die „Himmelstürmer” aus Monaco nicht gewachsen. Die Elf von Trainer Didier Deschamps konnte in keiner Phase an die starken Leistungen anknüpfen, die noch zu den Erfolgen über Real Madrid und Chelsea verholfen hatten. Vor den Augen der Fürstenfamilie verspielten die Franzosen die Chance auf den ersten europäischen Titel. Ähnlich wie in Porto macht sich auch beim Finalgegner Aufbruchstimmung breit: Deschamps und der von Madrid ausgeliehene Angreifer Fernando Morientes dürften kaum zu halten sein.

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