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Austria zwischen Ergebnis-Frust und Europa-League-Freude

Austria erreichte zumindest das Minimalziel Europa-League-Quali
Austria erreichte zumindest das Minimalziel Europa-League-Quali ©APA
Nach der 2:5-Niederlage bei Vizemeister LASK in der letzten Runde der Fußball-Bundesliga hat die Wiener Austria am Sonntag emotional geschwankt.

Einerseits schmerzte nach der 1:0-Pausenführung das Resultat doch, andererseits erreichte man mit Platz vier zumindest das Minimalziel Europa-League-Quali. Der Trainer für die kommende Saison soll in der kommenden Woche feststehen.

Fixticket für die EL-Gruppenphase schien sicher

Nach 45 Minuten war die violette Welt in Pasching noch heil gewesen: Uros Matic hatte die Gäste plangemäß und früh (6.) in Führung gebracht, ein LASK in Feierlaune agierte ohne letzte Konsequenz. Weil parallel in Wolfsberg auch Sturm Graz mit 1:0 vorne lag, war Platz drei und damit das Fixticket für die EL-Gruppenphase zu diesem Zeitpunkt zum Greifen nah.

Doch just Samuel Tetteh, in der laufenden Saison angesichts starker Konkurrenz eher auf der Bank zu finden, gab der bis dahin ereignisarmen Partie nach Wiederbeginn mit seinem Doppelpack (51., 55.) eine Wende.

Von der sollte sich die Austria nicht mehr erholen – Christoph Monscheins Anschlusstreffer zum 2:3 in der 85. Minute hin oder her. Die “Veilchen” ließen sich das EL-Fixticket entreißen, durften sich am Schluss aber immerhin damit trösten, dass auch der WAC im Finish sein Spiel noch drehte. So wäre selbst ein Sieg für die Austria zu wenig gewesen.

Versöhnliches Fazit von Trainer Robert Ibertsberger

“Wir waren in der zweiten Hälfte zu passiv, gerade bei den ersten zwei Toren müssen wir das ganze schon vorne viel aggressiver unterbinden”, ärgerte sich Trainer Robert Ibertsberger. Dennoch fiel sein Fazit versöhnlich aus.

“Wir haben unser Minimalziel erreicht, darauf bin ich schon stolz. Wir müssen zufrieden sein, mit dem, was wir haben”, meinte der Salzburger, dessen Team nun in der dritten Qualirunde der EL Anfang August ins internationale Geschehen eingreift.

Ibertsbergers Vertrag verlängert sich um ein Jahr

Dass sich Ibertsbergers Vertrag mit Erreichen des Europacups automatisch um ein Jahr verlängert, bestätigte Austria-Sportdirektor Ralf Muhr. In der Frage, wer in der kommenden Saison an der Seitenlinie steht, sei aber noch “nichts fix. Wir werden in der nächsten Woche aber etwas verkünden.” Gerüchteweise soll Ibertsberger von WAC-Erfolgscoach Christian Ilzer abgelöst werden.

Für Muhr waren die 90 Minuten von Pasching quasi ein Schnelldurchlauf durch die abgelaufene Saison, in der man stets den Erwartungen hinterher hinkte. “Es war eine Achterbahnfahrt so wie die ganze Saison, ein extremes Wechselbad”, meinte Muhr. “Gefühlsmäßig hat sich heute die ganze Saison widergespiegelt.”

Trainer zeigt sich hoffnungsvoll

Platz vier bedeutete freilich durchaus Handfestes, gerade der Verlauf im Saisonfinish machte Ibertsberger hoffnungsfroh. “Gratulation an meine Burschen, das war richtig, richtig stark, was sie in den letzten Wochen gezeigt haben”, betonte der 42-Jährige, der nach der Trennung von Thomas Letsch am 11. März vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegen war. Seine Bilanz in 11 Ligaspielen: 3 Siege, 3 Remis und 5 Niederlagen.

Geteilte Meinungen

Defensivroutinier Florian Klein gab zwar zu, dass es “nach so einem Spiel schwer ist, sich zu freuen”, zeigte sich aber auch erleichtert. “Andererseits sind wir froh, dass wir das Europa-League-Ziel erreicht haben.” Auch Monschein wusste nicht ganz, in welche Richtung es emotional gehen sollte. “Ich bin überhaupt nicht glücklich, dass wir so ein Spiel abgeliefert und in der zweiten Hälfte so nachgelassen haben”, erklärte er. “Vielleicht kommt in den nächsten Tagen aber auch Freude auf.”

(APA)

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