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Austria vor "Winterkönig"-Titel

Austria Magna steht in der T-Mobile-Bundesliga vor der Inthronisierung als "Winterkönig". Der Cupsieger aus Wien fertigte in der 22. und letzten Runde des Fußball-Jahres daheim SV Josko Ried 3:0 ab.

Wenn Herbstmeister Red Bull Salzburg am Samstag zu Hause Meister Rapid nicht mit mindestens vier Toren Differenz schlägt, starten die mit einem Spiel in Rückstand befindlichen Veilchen am 18. Februar als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte 2005/06.

In den Donnerstag-Spielen gab es keine vorweihnachtlichen Präsente für die Gäste. Die Hausherren feierten am Feiertag jeweils vier deutliche Siege, erzielten insgesamt 13 Treffer und kassierten nur ein einziges Tor. Wie die „Christkindln“ agierten die „Wikinger“ in Wien. „So habe ich mir das nicht vorgestellt. Wir verteilten Geschenke, die Austria hat nur auf unsere Fehler warten müssen“, sagte Rieds Heinz Hochhauser, der als Trainer gegen seinen Ex-Klub weiter auf einen Sieg warten muss.

Acht Runden waren die Innviertler ungeschlagen gewesen, aber – so vermutet Hochhauser – sind „wir zuletzt zu sehr gelobt“ worden. Für das Versagen, den Rückfall, die erst fünfte Niederlage in diesem Jahr fand er vorerst keine echte Erklärung. Nur so viel: „Unsere Innenverteidigung war noch nie so schlecht wie heute. Das hat nichts mit leeren Akkus zu tun, denn heute ist ja keiner mehr als 500 Meter gelaufen. Wir haben es selbst vergeigt. Die Austria hat mehr zurück als nach vorne gespielt.“

Der 58-Jährige, dessen Truppe innerhalb von vier Tagen gegen Salzburg (2:1) und Austria (0:3) gespielt hat, legte sich nach den zwei Vergleichen in der Titelfrage schon fest: „Einer der zwei wird Meister werden“. Peter Stöger hörte es gerne und meinte nach turbulenten Wochen am Verteilerkreis: „An der Spitze zu liegen, tut sehr gut, die Mannschaft ist zusammengerückt und hat diesmal wieder einen Schritt nach vorne getan.“ Zumindest die Statistik gibt dem Sportdirektor recht. Die Violetten sind seit sechs Runden ohne Niederlage (zwei Remis, vier Siege) und ohne Gegentor (561 Minuten!).

Als „Weihnachtsmänner“ entpuppten sich die ersatzgeschwächten Matterburger (u.a. ohne Didi Kühbauer), die dem Vizemeister GAK drei Tore (0:3) und drei Punkte regelrecht „schenkten“. „Nicht die Grazer haben gewonnen, sondern wir verloren“, sprach der burgenländische Feldherr Franz Lederer selbstkritisch. Sein Kollege Walter Schachner frohlockte und meinte mit einem Blick auf die Tabelle: „Der Abstand nach oben ist nicht zu groß, das gibt Selbstvertrauen“. Der Vizemeister ist mit sechs Punkten Rückstand auf die Austria Vierter.

Nach dem 3:1-Heimsieg des FC Superfund gegen Puntigamer Sturm beginnen in Pasching die Gespräche um die Zukunft von Helmut Kraft. „An seiner Arbeit ist eigentlich nichts auszusetzen, aber mit dem Spiel gegen die Grazer bin ich nicht zufrieden“, sagte Präsident Franz Grad, der Kontakte mit Schwanenstadt-Betreuer Andreas Heraf zugab. Sturm-Coach Michael Petrovic tritt beruhigt den Urlaub an. „Wir haben genug Punkte, um 2006 in Ruhe eine neue, gute Mannschaft aufbauen zu können. Der fünfte oder sechste Platz ist auch mit einer jungen Truppe zu schaffen.“

Den höchsten Erfolg des Feiertags landete Wacker Tirol mit dem 4:0 über Nordea Admira. Südstadt-Trainer Robert Pflug war selbst ein „bisschen ratlos“, fand aber doch auch Positives: „Wenigstens hat sich der Abstand zu Sturm und Mattersburg nicht verändert.“ Dieser beträgt 13 (Sturm) bzw. zehn (Mattersburg) Zähler. Stanislaw Tschertschessow, dessen Mannen Sturm überholt haben, fiel ein Stein vom Herzen. „Wir haben uns vorgenommen, nicht über den Abstieg zu reden, sondern wollen uns nach oben orientieren. Der siebente Platz ist gut für die Moral.“

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