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Australien erwägt Einstieg in Atomkraft

Ministerpräsident John Howard kündigte die Einsetzung einer Expertengruppe an. Australien ist der zweitgrößte Uran-Exporteur, hat aber keine Uran-Anreicherungsanlage.

Der Kontinent betreibt nur einen kleinen Forschungsreaktor bei Sydney.

Jetzt sei die Zeit, darüber eine Debatte zu beginnen, sagte der australische Regierungschef am Dienstag unter Hinweis auf die hohen Ölpreise und Gefahren durch Treibhausgase. Angesichts der Entwicklung auf den globalen Energiemärkten könnte nukleare Energie die wachsende Nachfrage nach Strom befriedigen, ohne dass es Brennstoffe koste oder die Umwelt schädige, sagte er.

Howard hat in den vergangenen Wochen eine Diskussion über die Atomkraft angestoßen, die die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern könnte. Kein anderes Land exportiert so viel Kohle wie Australien, das das Kyoto-Klimaprotokoll nicht unterschrieben hat. Howard unterstrich, der mögliche Bau von Atomkraftwerken wäre Sache der Privatwirtschaft und nicht der Regierung.

In Australien liefern derzeit Kohlekraftwerke knapp 90 Prozent des Stroms. Zugleich lagern auf dem Fünften Kontinent etwa 40 Prozent der leicht zugänglichen Uranvorkommen. Die oppositionelle Labor Party und die Grünen lehnen Atomenergie ab.

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