Ausstellung: Paramente in der Kaiserlichen Schatzkammer

Noch heute sind liturgische Gewänder fester Bestandteil christlicher Gottesdienste. Im Barock, zum Höhepunkt habsburgischer Frömmigkeit, waren sie besonders aufwendig gestaltet. Eine Auswahl der rund 1.700 Objekte aus der Sammlung der Geistlichen Schatzkammer in Wien ist ab Mittwoch ebenda unter dem Titel "Gottes Lob. Kirchliche Textilien aus der Zeit Maria Theresias" ausgestellt.


Der Bestand, der aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft präsentiert werden kann, geht vorrangig auf die Stiftungen Kaiser Karls VI. (1685-1740) sowie seiner Ehefrau Elisabeth Christine (1685-1740) und der gemeinsamen Tochter Maria Theresia (1717-1780) zurück. Weil ihr eigenes Amt mit einem hohen Anspruch an Repräsentation verbunden war, fielen auch die gestifteten Paramente besonders opulent aus: Zumeist aus kostbarem Gewebe aus Frankreich und Italien gefertigt und mit Stickereien gehöht, wiesen die Textilien ornamentalen Dekor auf. Teils wurden auch kaiserliche Gewänder zu Ornaten umgearbeitet; Maria Theresia rüstete im 18. Jahrhundert sowohl die Hofburgkapelle als auch die Kapellen der verschiedenen Sommerresidenzen mit entsprechendem Dekor aus.

Im Rahmen der Sonderausstellung zieht auch erstmals seit der Neueröffnung der Schatzkammer 1986 zeitgenössische Kunst in die Räumlichkeiten ein: Drei moderne Kaseln (Obergewänder) nach Entwürfen des Kostüm- und Bühnenbildners Christof Cremer werden im Dialog mit historischen Paramenten (liturgische Gewänder) gezeigt, wie aus den Presseunterlagen hervorgeht. Paramente nach Entwürfen von Cremer und Stephan Hann dokumentieren schließlich den “hohen Anspruch, der auch in heutiger Zeit an liturgische Gewänder gestellt wird”.

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