Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Außergewöhnliche Lohnmosterei in Betrieb

Rosmarie und Bernhard Ritter in ihrer Mosterei
Rosmarie und Bernhard Ritter in ihrer Mosterei ©Marianna
Es gibt sie noch, die kleine Lohnmosterei in der jeder seine eigenen Äpfel mosten lassen kann.
Lohnmosterei Ritter

Au. Wenn die Äpfel reif sind und die Erntezeit begonnen hat starten Rosmarie und Bernhard Ritter aus Au in eine arbeitsintensive Zeit. Neben der Landwirtschaft nehmen sie jedes Jahr von Anfang September bis Ende Oktober ihre Lohnmosterei in Betrieb. Diese Art von Mosterei, klein und außergewöhnlich, ist selten geworden. Jeder Apfelbaumbesitzer, sei seine Ernte noch so gering, ist bei Ritters im Familienbetrieb willkommen. Die Möglichkeit jede Kiste Äpfel separat mosten zu lassen und dann den Saft der eigenen Äpfel genießen zu können, diese besondere Dienstleistung schätzen die vorwiegend Bregenzerwälder Kunden sehr.

Vom Vater übernommen

Bernhard ist in die Arbeit hineingewachsen und hat vor Jahren die Mosterei von seinem Vater übernommen und weitergeführt. Seine Frau Rosmarie macht diese Arbeit gerne, schließlich habe sie ja den Bauern und die Mosterei gleich mitgeheiratet, schmunzelt sie. Das simple Verfahren der Packpresse ermöglicht es auch kleinere Mengen Obst zu verarbeiten. Nach dem Waschen werden die Äpfel, manchmal auch ein Teil Birnen, gemahlen und in spezielle Presstücher verpackt. Schichtweise kommen diese in die Mostpresse, wo durch ein schonendes Pressverfahren der frische Most gewonnen wird. Die übrigbleibenden Pressrückstände, der sogenannte Trester, wird gerne von den Jägern abgeholt und in der Wildfütterung verwendet. Dass die Beiden ein eingespieltes Team sind, ist gut zu erkennen. Während der Eine an der Presse steht, ist der Andere mit Abfüllen beschäftigt, es geht Hand in Hand.

Keine Chemie

Der fein gesiebte Apfelsaft wird durch erhitzen, ohne die Zugabe von Inhaltsstoffen und ohne Chemie haltbar gemacht. Bei einer Temperatur von 78 Grad bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe und Vitamine erhalten. Im letzten Jahr haben die Mostereibesitzer eine kleine Abfüllanlage für die beliebte „Bag in Box“ angeschafft. In diesem tropffreien, leicht anzuzapfeden Behältnis ist der Apfelsaft mindestens ein Jahr haltbar. Ein Großteil vom Süßmost wird in Edelstahlfässern gelagert, so wie auch Gärmost , Schnäpse, und Liköre, diese können bei Ritters über das ganze Jahr erworben werden.

Auf die Frage der Modernisierung, meint Bernhard: „Viel hat sich nicht geändert, ein Stapler erleichtert uns das schwere Heben und einen alten, elektronischen Butterrührkübel habe ich zur Waschmaschine für die Presstücher umfunktioniert“. Wenn in den nächstem Wochen die Kunden mit ihrem Streuobst vorbei kommen gibt es noch viel zu tun, in der Lohnmosterei, in der jede Kiste Äpfel mit Wertschätzung entgegen genommen wird.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Au
  • Außergewöhnliche Lohnmosterei in Betrieb
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen