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Ausrufung der Republik in Nepal

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Die verfassungsgebende Versammlung in Nepal tritt am (heutigen) Mittwoch zu ihrer ersten Sitzung zusammen und bereitet die endgültige Abschaffung der Monarchie vor. König Gyanendra werde 15 Tage Zeit bekommen, den Palast in der Hauptstadt Kathmandu zu räumen, erklärte Bimalendra Nidhi, ein Vertreter der nepalesischen Kongresspartei nach Gesprächen mit den Maoisten.

Die am Dienstag vereidigten 575 Mitglieder der verfassungsgebenden Versammlung wollten als erste Amtshandlung die Ausrufung der Republik beschließen.

In den vergangenen Tagen wurden Forderungen laut, den unpopulären König sofort aus dem Palast zu jagen, notfalls mit Gewalt. Um eine solche Eskalation zu vermeiden, wollte man dem Herrscher nun offenbar noch mehr Zeit geben. Die Shah-Dynastie regierte den Himalayastaat seit 239 Jahren. Die ehemaligen maoistischen Rebellen unter der Führung von Prachanda, die bei der Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung die meisten Sitze gewannen, forderten seit Jahren die Abschaffung der Monarchie. Sie werden vermutlich die erste Regierung der dann jüngsten Republik der Erde stellen.

Die Sicherheitskräfte versuchten in Kathmandu mit bis zu 10.000 Mann, Ausschreitungen zu verhindern. Politische Kundgebungen in der Nähe des Palasts und in der Nähe des Tagungszentrums der verfassungsgebenden Versammlung wurden untersagt.

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