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Ausreisetests für Bezirke mit hohen Infektionszahlen geplant

Bei hohen Infektionszahlen sollen Verschärfungen kommen.
Bei hohen Infektionszahlen sollen Verschärfungen kommen. ©APA
Für Bezirke mit einer besonders hohen Infektionszahl soll es künftig automatische Verschärfungen geben.

Diesen am Montag angedeuteten Plan hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) nun konkretisiert. Demnach soll die Ausreise aus den betroffenen Bezirken ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 400 nur noch mit einem negativen Testergebnis möglich sein. Derzeit wären davon drei Bezirke betroffen, darunter Hermagor in Kärnten, wo Ausreisetests schon angekündigt wurden.

"Wir werden in diesem Sinn in den nächsten Tagen erstmals einen Automatismus vorlegen, der zur Umsetzung kommt, sobald Bezirke die 7-Tages-Inzidenz von 400 erreichen", kündigte Anschober am Dienstagnachmittag in einer Aussendung an. Aktuell wären davon laut Zahlen der AGES Hermagor in Kärnten, der Salzburger Pongau sowie Wiener Neustadt (Stadt) in Niederösterreich betroffen. Zusätzlich werde es Schwerpunktkontrollen in allen Gemeinden mit stärkeren Infektionssteigerungen geben sowie ein weiteres Ausrollen der FFP2-Pflicht und der Präventionsprogramme, kündigte Anschober an.

Anschober verteidigt Lockerungen

Außerdem verteidigte Anschober die am Montag angekündigten Lockerungen gegen zuvor laut gewordene Kritik von Experten, die vor einem Anstieg der Infektionen warnen. Die Regierung habe "ein sehr vorsichtiges Programm mit dem Schwerpunkt auf weiteren Schutzmaßnahmen fixiert", sagte Anschober. Nach Ostern solle der Aufenthalt im Freien aus saisonalen Gründen wieder verstärkt möglich sein. Bis dahin werde man den der Risikogruppen geimpft haben. "Bis dahin kommen auf uns - wie von mir vielfach angekündigt - die schwierigsten Wochen der Pandemie zu. Diese Phase müssen wir noch gut überstehen", so Anschober.

Öffnungsschritte "unter Vorbehalt"

Allerdings machte der Gesundheitsminister auch klar, dass alle Öffnungsschritte "unter Vorbehalt der Entwicklungen der Infektionszahlen" stünden. Beim nächsten Treffen mit den Landeshauptleuten am 15. März soll demnach auf Basis des Infektionsgeschehen geprüft werden, ob die Lockerungen wie geplant umgesetzt werden können.

Die Regierung will ab Mitte März weitgehende Lockerungen in Vorarlberg als Pilotregion ermöglichen, ebenso im Jugend- und Schulsport. Gastgärten sollen ab Ostern öffnen.

Keine Ausreisetestpflicht mehr für Mayrhofen

In der Zillertaler Gemeinde Mayrhofen wird unterdessen die am Mittwoch auslaufende Testpflicht-Verordnung nicht verlängert. Seit Freitag wurden 3.226 Coronatests durchgeführt, wobei 27 ein positives Ergebnis hervorbrachten. 34 Personen mit Verdacht auf die südafrikanische Virusvariante galten als aktiv positiv, teilte das Land Dienstagabend mit.

Man habe das Ziel, einen "möglichst umfassenden Überblick über die aktuelle Infektionslage zu erhalten, erreicht", sagte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Die Gesamtzahl der aktiv positiven Südafrika-Verdachtsfälle sei "stabil", begründete der Schwazer Bezirkshauptmann Michael Brandl das Auslaufen der Verordnung.

(APA)

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