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Ausländerfeindliche Krawalle in Madrid

Die Madrider Vorstadt Villaverde ist erneut von ausländerfeindlichen Ausschreitungen erschüttert worden. Rund 150 junge Spanier machten in der Nacht auf Mittwoch Jagd auf Zuwanderer aus Lateinamerika.

Die mit Knüppeln bewaffneten Randalierer verletzten nach Presseberichten ein zwölfjähriges Mädchen aus Ecuador. Die Polizei nahm zwei Gewalttäter fest. Die Ausschreitungen ereigneten sich im Anschluss an eine Kundgebung, bei der 4000 Menschen gegen Gewalt und Kriminalität demonstriert hatten.

In der südlich von Madrid gelegenen Vorstadt mit 140.000 Einwohnern hatte es bereits am Wochenende Übergriffe auf Zuwanderer gegeben. Auslöser war der Tod eines 17-jährigen Spaniers gewesen, der bei einem Streit mit lateinamerikanischen Jugendlichen erstochen worden war. Es wird vermutet, dass hinter den ausländerfeindlichen Ausschreitungen möglicherweise rechtsradikale Gruppierungen stehen.

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