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Ausgaben pro Student seit 2000 stark gestiegen

Die durchschnittlichen Ausgaben pro Student sind seit dem Jahr 2000 um 45 Prozent gestiegen. Wie aus Daten des Wissenschaftsministeriums ("Statistisches Taschenbuch") hervorgeht, lagen die Ausgaben je ordentlicher Uni-Student im Jahr 2000 bei 8.118 Euro, 2008 waren es 11.743 Euro.

Dagegen sind die durchschnittlichen Ausgaben je Absolvent von 119.525 im Jahr 2000 auf 114.190 Euro im Jahr 2007 gesunken. Der Grund für diese Reduktion ist vor allem die starke Steigerung der Absolventenzahlen in diesem Zeitraum von 15.482 auf 22.121.

Rein statistisch betrachtet, hat sich die Situation an den österreichischen Unis in den vergangenen Jahren deutlich verbessert: Der für den Uni-Bereich zur Verfügung stehende Teil des Hochschulbudgets ist von 1,85 Mrd. Euro (Jahr 2000) auf 2,526 Mrd. Euro (2007) um mehr als 36 Prozent gestiegen. Die Zahl der ordentlichen Studenten an den Unis ist in diesem Zeitraum allerdings von 227.948 auf 217.587 um knapp fünf Prozent gesunken und lag 2008 mit 223.562 nach wie vor unter dem Stand von 2000. In den vergangenen Wochen argumentierte man im Wissenschaftsministerium mit Zahlen, die auch außerordentliche Studenten beinhalteten, und befürchtete einen Anstieg von bisher 240.000 auf knapp 300.000 Studenten.

Gemessen an anderen volkswirtschaftlichen Größen stagniert das Hochschulbudget allerdings. So ist zwischen 2000 und 2007 der Anteil des Hochschulbudgets am Bruttoinlandsprodukt von 1,1 Prozent auf 1,06 Prozent leicht gesunken, der Anteil an den Bundesausgaben in diesem Zeitraum mit 3,98 Prozent praktisch gleichgeblieben.

Etwas verschlechtert hat sich zwischen 2004 und 2007 das Betreuungsverhältnis: Laut Universitätsberichten 2008 und 2005 kamen 2004 rund 98 Studenten auf einen Professor, 2007 waren es 104 Studenten. Das Verhältnis zwischen Studenten und Lehrpersonen (Professoren und Assistenten) blieb mit rund 1 zu 18 gleich. Unterschiedlich die Entwicklung an den einzelnen Unis: An der Uni Wien kam 2004 auf 208 Studenten ein Professor, 2007 waren es nur noch 192. Dagegen stieg der – statistische – Betreuungsaufwand pro Professor an der Uni Graz von 134 auf 154 Studenten, an der Uni Innsbruck von 126 auf 151.

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