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Ausfall für Langlauf-Staffel

Die kleine Medaillenchance der ÖSV-Langlauf-Staffel auf eine Olympia-Medaille in Pragelato ist seit Donnerstag dahin. Christian Hoffmann und Michail Botwinow müssen wegen Verkühlungen auf ein Antreten verzichten.

Die beiden bleiben vorerst in Österreich.

Österreich muss den olympischen Langlauf-Staffelbewerb am Sonntag somit mit einem Rumpfteam bestreiten. Mit dem Ausfall der zwei noch aktiven Staffel-Weltmeister von Ramsau 1999 ist die kleine Medaillenchance dahin. Martin Tauber, Jürgen Pinter, Roland Diethart und Johannes Eder werden das ÖSV-Quartett bilden.

Hoffmann und Botwinow, der nach dem Olympia-Einsatz in der Doppelverfolgung in die Heimat zurückgereist war, bleiben vorerst in Österreich. „Selbst wenn ich bis Sonntag fit wäre, hätte ein Einsatz keinen Sinn, die Verkühlung würde sich so wie bei Boti nachher verschlechtern“, erklärte Hoffmann. Für die Teamführung hat der Einsatz der beiden Medaillengewinner von 2002 am Schlusstag der Spiele über 50 km Skating ebenfalls Priorität. „Wir wollen nicht mit einem Staffeleinsatz die Chancen im Fünfziger aufs Spiel setzen“, erklärte ÖSV-Sportdirektor Markus Gandler.

Hoffmann hat den Einsatz bei seinem letzten Olympia-Test, dem bei großer Kälte (bis minus 17 Grad) bestrittenen Koasalauf in Tirol, teuer bezahlt. Die leichten, im Vorfeld aufgetretenen Probleme wurden danach größer, die Atemwege über die Nase sind verstopft. „Am Dienstag und Mittwoch ist es schlechter geworden, ich spüre auch die Bronchien“, erklärte Hoffmann, der mit Inhalationen, Rotlicht und Akupunktur von Dr. Gabriele Tritscher im Leistungszentrum Ramsau behandelt wird.

Die Trainingspause seit Montag würde die Chancen für sein wichtigstes Rennen allerdings nicht reduzieren, glaubt Hofmann. „Einige Tage zusätzliche Pause sind nicht so tragisch, aber ich muss abwarten, wie mich die Verkühlung geschwächt hat. Ich hoffe, bis zum Fünfziger wieder fit zu sein“ , erklärte der 31-jährige Oberösterreicher, der seine Anreise ins Piemont auf vorerst unbestimmte Zeit verschoben hat.

Botwinow hatte mit seinem Einsatz in der Doppelverfolgung (Rang sieben) den Rennsportchef Walter Mayer verärgert. Dieser hatte die Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch das harte Rennen vorhergesehen. Der 38-Jährige Botwinow wäre jedoch auch in nicht völlig fittem Zustand für die Staffel zur Verfügung gestanden, falls Hoffmann gesund gewesen wäre. Weil das nicht der Fall war, wurde die Mannschaft radikal verändert. Nun ruhen alle Hoffnungen auf dem Skating-Massenstartbewerb am Schlusstag der Spiele.

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