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Ausfahrt wird weiter geprüft

Die Anrainer wehren sich gegen die Umwandlung des Amerikawegs zur Raststätten-Zufahrt.
Die Anrainer wehren sich gegen die Umwandlung des Amerikawegs zur Raststätten-Zufahrt. ©Andreas Boschi

Der Umweltbericht zur Raststätte liegt vor – ergänzende Prüfung der Ausfahrt.

Hörbranz. (ab) Nach neunmonatiger Prüfung durch die Umweltabteilung des Landes liegen die Karten auf dem Tisch. Wie berichtet kommt die strategische Umweltverträglichkeitsprüfung zum Schluss, dass sich aus dem Raststättenprojekt am ehemaligen Autobahnzollamt keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt ergeben werden. Mit einer Ausnahme: Drei nördliche gelegene Grundstücke sind aus schalltechnischer Sicht problematisch. „Hier ist zu prüfen, ob die festgestellten erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt durch technische Maßnahmen ausgeschlossen werden können“, so der Vorstand der Umweltabteilung, Dr. Reinhard Bösch. Projektbetreiber Rhomberg Bau hat diesbezüglich bereits Verbesserungen angekündigt. Außerdem wurden Bösch von der Asfinag kurzfristig weitere Unterlagen zur geplanten Ausfahrt übergeben. „Es wird nun ergänzend geprüft, ob die gewählte Variante die Bestvariante ist“, erklärte Bösch, „Wie lange die Prüfung dauern wird, ist derzeit nicht abzuschätzen.“ Bekanntermaßen wehrt sich eine Anrainer-Gruppe gegen die Raststation. Insbesondere die Zufahrt ist ihr ein Dorn im Auge.

Bürgerinformationsveranstaltung

Nach Auskunft von ÖVP-Ortsparteiobmann und Bürgermeister Karl Hehle sind die zuständigen Hörbranzer Gemeindegremien bereits mit dem Umweltbericht befasst: „Es wurde einstimmig beschlossen, die Thematik auf der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 23. November zu behandeln. Dabei geht es um die Frage, ob das Auflagenverfahren eingeleitet wird. Dessen Zweck besteht darin, dass das Projekt öffentlich aufgelegt wird und jedermann innerhalb von vier Wochen Einsicht nehmen und Stellungnahmen dazu abgeben kann. Nach Ablauf der vier Wochen müssen die Stellungnahmen entsprechend behandelt werden. Erst dann kann in eine Umwidmung beim Land beantragt werden. Gesetzt den Fall, dass das Auflagenverfahren beschlossen wird, findet am 30. November eine öffentliche Präsentation der Betreiber statt, um eine breite Information der Bevölkerung zu gewährleisten.“

SPÖ will Volksabstimmung

Die ÖVP werde sich erst intern beraten, welche Haltung sie zum Auflagenverfahren einnehme, so Hehle. Die FPÖ möchte nach Auskunft von GV Günter Hiebeler zuerst das Gespräch mit den Anrainern suchen. Die Grünen werden laut Vizebürgermeisterin Petra Srienz für das Auflagenverfahren stimmen, damit offene Fragen geklärt und eine öffentliche Diskussion gestartet werden kann. BZÖ-Chef Christoph Hagen befürwortet das Projekt: „Wir haben Verbesserungen für die Anrainer eingefordert. Das ist geschehen.“ SPÖ-Ortsparteichef Reinhold Einwallner kündigte indirekt an, für die Einleitung zu stimmen: „Ich will auf keinen Fall verhindern, dass es eine öffentliche Diskussion und eine Möglichkeit zur Stellungnahme gibt.“ Zudem hält die SPÖ an ihrer Forderung nach einer Volksabstimmung fest.

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