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Ausbau der Cashpoint-Arena: Altacher pilgerten durch Österreich

©Karlheinz Kopf rechnet mit Investitionen von sechs bis acht Millionen Euro.
Altach. - Die Ideensuche für den geplanten Ausbau der Cashpoint-Arena führte Altachs Verantwortliche quer durch Österreich.

Wer eine Reise tut, hat viel zu erzählen. Vor allem dann, wenn in drei Tagen 1743 Kilometer zurückgelegt werden, um sich in österreichischen bzw. deutschen Fußballstadien und Trainingszentren für die eigene Arena inspirieren zu lassen. So geschehen dieser Tage, denn beim Cashpoint SCR Altach soll der Ausbau des Stadions nicht nur eine Illusion bleiben. Angestrebt wird keine Vergrößerung der Cashpoint-Arena, sondern eine Komplettierung. So wurde eine Stadion- bzw. Trainingszentren-Tour quer durch Österreich zusammengestellt.
Die Reise führte über Salzburg (Red-Bull-Arena, Trainingszentrum Taxham), Klagenfurt (Wörtherseestadion), Graz (GAK-Trainingszentrum), Wien (Generali-Arena, Austria-Wien-Akademie), St. Pölten (Niederösterreich-Arena) und Ried (Keine Sorgen Arena) nach Ingolstadt (Audi Sportpark). Die VN sprachen mit SCRA-Aufsichtsratsvorsitzendem Karlheinz Kopf über seine Eindrücke und den Stand der Pläne. Wobei er betont, dass ein Stadion niemals die sportliche Leistung der ersten Mannschaft ersetzen darf. Ein Ausbau werde laut Kopf sicher nicht für die Regionalliga passieren.

Inteview mit Karlhein Kopf

Was nehmen Sie mit von der Reise?

Karlheinz Kopf: Erst einmal darf ich betonen, dass wir uns glücklich schätzen, aus heutiger Sicht, über das schönste Stadion in Vorarlberg zu ver-fügen. Dank enormer Eigenleistung, auch in finanzieller Hinsicht, sowie der Unterstützung durch Gemeinde und Land. Aber wir haben ein klares Ziel. So schnell wie möglich wollen wir sportlich in die Bundesliga und uns dort positionieren. Mit die wichtigste Geschäftsgrundlage dafür ist die Infrastruktur. Das Stadion soll eine Erlebniswelt bieten, ein Event mit dem Spiel als Höhepunkt. In all den Überlegungen ist der SV Ried ein Vorbild, sowohl in Bezug auf das Stadion als auch der Verein selbst. Was wir gesehen haben, sind Stadien und Trainingszentren in unterschiedlicher Größe. Für uns war es einfach wichtig, Erfahrung auszutauschen und Eindrücke zu gewinnen. Diese wollen wir nun in unsere Planungen einfließen lassen. Eine konstruktive, interne Diskussion ist garantiert, weil wir die Stadien aus unterschiedlichen Gesichtswinkeln betrachten. Deshalb waren bewusst unsere Architekten und Gastro-Verantwortlichen mit dabei.

Verraten Sie uns ein wenig über die Ausbaupläne in der Cashpoint-Arena?

Kopf: Klar ist, dass die Kabinen in die Jahre gekommen sind. Wollen wir uns nachhaltig in der Bundesliga etablieren, dann müssen wir auch diesbezüglich Tauglichkeit anbieten. Angedacht ist die Überdachung aller Sitz- bzw. Stehplätze. Auch das Zelt für unseren Business-Klub, der mit Sicherheit toll ist, kann keine Dauerlösung sein. Und wenn wir über den Ausbau der Geschäftsstelle nachdenken, sollte die Möglichkeit
für einen Fanartikelchop oder ein Sportcafé eingeplant werden.

Ein Stadionbau ist stets mit enormen finanziellen Anstrenungen verbunden. Gibt es diesbezüglich schon Überlegungen?

Kopf: Festzuhalten ist, dass es sich um keinen Neubau des Stadions, sondern um einen notwendigen Ausbau handelt. Uns ist dabei klar, dass wir aufgrund der bisherigen finanziellen Leistungen der Gemeinde diese nicht mehr in die Pflicht nehmen können. Deshalb ist es unsere Aufgabe, andere Finanzierungsmöglichkeiten, etwa über private Investoren, zu suchen.

Das heißt wohl, einen konkreten Bautermin wird es erst geben, wenn die Finanzierung unter Dach und Fach ist?

Kopf: Zumindest ist derzeit ein terminliches Ziel schwer einzugrenzen. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass wir möglichst noch heuer mit einem ersten Ausbau beginnen sollten. Wichtig wird sein, dass wir jetzt schnell unsere gewonnenen Eindrücke zu Papier bringen, sie dann in unsere Planungen einfließen lassen und schließlich mit der Umsetzung beginnen.

In welchem finanziellen Rahmen wird sich der Ausbau bewegen?

Kopf: Nach dem aktuellen Stand der Dinge lässt sich das nur grob abschätzen. Ich denke, wir sprechen hier von einem Rahmen in Höhe von sechs bis acht Millionen Euro. Für eine professionelle Vermarktung des Produkts Fußballs ist eine solche Investition notwendig. Auch die Bregenzer Festspiele wären heutzutage auf einem Kiesschiff nicht mehr vorstellbar.

Welches Stadion hat Sie persönlich am meisten beeindruckt?

Kopf: St. Pölten bekommt ein Schmuckstück, doch von Ingolstadt bin ich beeindruckt. Sowohl in puncto Atmosphäre als auch in Sachen Funktionalität. Insgesamt sehe ich aber, dass wir mit unseren Vorstellungen auf dem richtigen Weg sind. In vielerei Hinsicht sind wir bestätigt worden. Unser Vorteil ist, dass die Cashpoint-Arena Trainingszentrum und Spielstadion zugleich ist. Man darf jedoch nicht vergessen, dass einige der Bauten schon 20 Jahre auf dem Buckel haben. Deshalb sollte es unser Ziel sein, keine Zeit mehr zu verlieren und die Ausbaupläne voranzutreiben.

Auf einen Blick
Teilnehmer der Stadiontour des Cashpoint SCR Altach
Karlheinz Kopf (Aufsichtsratsvorsitzender)
Roland Egle (Aufsichtsratsmitglied)
Markus Borg (Aufsichtsratsmitglied)
Dieter Tschemernjak (Aufsichtsratsmitglied)
Gottfried Brändle (Bürgermeister Altach)Roland Weber (Gemeinde Altach)
Peter Ender (Gemeinde Altach)
Hanno Egger (Sporteo)
Bruno Simma (SCRA-Vorstand)
Christoph Längle (SCRA-Geschäftsführer)
Kurt Müller (SCRA-Infrastruktur)
Josef Lässer (SCRA-Wirtschaft)
Werner Grabherr (SCRA-Marketing)
Gebhard Hopfner (SCRA-Catering)
Richard Nikolussi (Stadion-Architekt)
Konrad Hänsler (Stadion-Architekt)

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