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"Aus" für Schilling-Briefmarken rückt näher

Wer seine Post noch mit Markenbeständen, welche die Altwährung aufgedruckt haben, frankieren will, darf dies nur noch bis inklusive 30. Juni ungestraft tun.

Ab 1. Juli gelten nur noch Euro-Briefmarken, von denen bisher 220 Millionen Stück exklusive Sondermarken gedruckt worden sind. Die duale Phase, in denen beide „Arten“ von Briefmarken gelten, geht damit nach einem halben Jahr zu Ende.

Noch bis 30. Juni besteht die Möglichkeit, ganze oder halbe Bögen und Einzelmarken bis zu einer Menge von 50 Stück bei allen Postämtern kostenlos in Euro-Dauermarken einzutauschen. Größere Mengen sind an das Briefmarkenumtausch-Center zu senden. Die Sendungen können bei allen Postämtern abgegeben werden, ohne dass Kosten anfallen. Entsprechende Formblätter und Informationen über die Abwicklung sind bei jedem Postamt erhältlich.

Ab 1. Juli ist der Umtausch nur noch über das zentral beim Postamt 1150 Wien eingerichtete Briefmarkenumtausch-Center möglich. Die umzutauschenden Briefmarken können ab diesem Zeitpunkt auf eigene Kosten eingesendet werden. Bis Jahresende wird ein Pauschalbetrag von zehn Euro eingehoben und vom Umtauschwert abgezogen. Ab 1. Jänner 2003 betragen die Kosten für jeden Umtausch zehn Prozent des Markenwertes, mindestens aber zwölf Euro.

Von der Tausch-Möglichkeit wurde bisher schon reichlich Gebrauch gemacht. Von Jänner bis Mai wurden laut Post 17,5 Millionen Schilling-Marken zurückgebracht, wobei die Zahl rückläufig war. Im Jänner waren es 1,7 Millionen, im Mai nur noch 500.000. Die Post selbst ist verpflichtet, Schilling-Briefmarken sieben Jahre aufzubewahren, ehe sie vernichtet werden. Auch alte Bestände an Sondermarken, so bei der Post vorhanden, müssen zerstört werden, und zwar, um den Sammlermarkt nicht durcheinander zu bringen. Der Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest.

Ungültig sind ab 1. Juli übrigens – trotz Euro-Aufdrucks – auch die Sondermarke „Europarat“ und dem „Luftpostbrief“, beide aus dem Jahr 1999. Wer nach dem 30. Juni noch Schilling-Briefmarken verwendet, macht den Adressaten nicht wesentlich ärmer. Das „Strafporto“ beträgt nur 51 Cent, dazu ist dann noch der normale Tarif zu bezahlen.

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